Ächtung und Abschaffung von Atomwaffen

Foto: pressenza (CC BY 4.0)

Führenden internationale Vereinigungen, die weltweit Ärzte, Mitarbeiter des öffentlichen Gesundheitswesens und Pflegepersonal repräsentieren, bezeichnen Atomwaffen als die reale Gefahr, der angemessen zu begegnen ist – sie zu vernichten. Die UN Arbeitsgruppe (Open-ended Working Group, OEWG) will anlässlich ihrer Hauptversammlung in Genf darüber entscheiden, welche neuen legalen Werkzeuge notwendig sind, um atomare Abrüstung zu erreichen.

 

Dazu haben die Internationalen Ärzte für Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), der Weltärztebund (WMA), der Weltverband der Vereinigungen öffentlicher Geundheitswesen (WFPHA) und der internationale Rat der Pflegekräfte (ICN) nun ein gemeinsames Arbeitspapier vorgelegt – „Der Gesundheits- und humanitäre Standpunkt, Atomwaffen zu verbieten und zu vernichten“.

 

Eine Zusammenfassung der Fakten:

 

  • Ein Nuklearkrieg mit Waffen existierender Arsenale könnte mehr Menschen innerhalb weniger Stunden töten als während des gesamten Zweiten Weltkrieges getötet wurden.
  • Radioaktiver Niederschlag verbleibt in der Umwelt und verursacht Krebs und andere Krankheiten über viele Generationen hinweg.
  • Weniger als 1 % der Atomwaffen, die momentan in der Welt sind, könnten das globale Klima stören und eine nukleare Hungersnot auslösen.
  • Die tausende Waffen in den größten Arsenalen der Welt könnten einen globalen ökologischen Kollaps hervorrufen und zu einem nuklearen Winter führen.
  • Eine sinnvolle medizinische und humanitäre Antwort, um den Überlebenden nuklearer Konflikte zu helfen, ist unmöglich.

 

Die vier Verbände drängen die OEWG, „auf der Notwendigkeit eines neuen Abkommens zu bestehen, das … Nuklearwaffen ausdrücklich aufgrund ihrer nicht akzeptablen Konsequenzen verbietet.“ Michael Moore, gewählter Präsident der WFPHA, einer internationalen Nichtregierungsorganisation, die mehr als 100 multidisziplinäre, nationale Organisationen des öffentlichen Gesundheitswesens umfasst, sagte:

„Es ist an der Zeit, dass unsere Präsidenten und Premierminister und Politiker auf der ganzen Welt die Führung übernehmen und aktiv werden. Es ist längst Zeit, die Welt zu befreien von dieser Gefahr für Gesundheit und Wohlergehen der Bürger überall.“

Die OEWG wird später in diesem Jahr der UNO Hauptversammlung ihren Bericht vorlegen. (Quelle: pressenza)

Das Arbeitspapier ist verfügbar bei www.ippnw.org oder kontaktieren Sie johnatippnwgmail.com

 

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