
Der Volkswagen-Abgas-Skandal stand lange bevor die US-Umweltbehörde die Manipulationen von VW mit einer Betrugs-Software aufdeckte auf der Tagesordnung. Die ersten Hinweise, dass Werksangaben und tatsächliche Emissionen aus Kraftfahrzeugen nicht übereinstimmen, stammen von der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Diese Aufklärung wird nun mit dem „Deutschen CSR-Preis 2016“ belohnt. In Ludwigsburg nehmen Jürgen Resch (DUH) und Axel Friedrich die Auszeichnung beim 12. Deutschen CSR-Forum entgegen.
Resch ist seit Jahren Bundesgeschäftsführer der DUH und als streitbarer Umwelt- sowie Verbraucherschützer bekannt. Friedrich war lange Abteilungsleiter im Umweltbundesamt, der promovierte Chemiker ist Mitgründer des International Council for Clean Transportation (ICCT) und berät Regierungen und Organisationen weltweit. Die Jury des CSR-Forums wählte die beiden Preisträger in einem mehrstufigen Verfahren aus. „Sie sind unermüdliche Vorkämpfer für vorbildliches gesellschaftliches Handeln“, sagt Jury-Chef Roland Tichy - Vorstandsvorsitzender der Ludwig-Erhardt-Stiftung und Ex-Chefredakteur des Magazins Wirtschaftswoche: „Mit ihrem Einsatz leisten sie einen wertvollen Beitrag, die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen (Corporate Social Responsibility, CSR) zu verbreiten. Ihre Namen stehen für eine zukunftsfähige Welt.“
Für nachhaltige Verkehrspolitik und Klimaschutz durch saubere Motoren
Wolfgang Scheunemann, mit seiner Agentur dokeo Gründer und Veranstalter der europaweit größten Konferenz über nachhaltiges und ethisch korrektes Verahlten in Unternehmen empfängt am 5. und 6. April im „Forum am Schlosspark“ in Ludwigsburg wieder über 700 Teilnehmer, die sich auch 2016 zu aktuellen Themen austauschen und in Workshops fortbilden. Im Zentrum der Vorträge steht dabei neben dem Abgasskandal vor allem das Verhalten in der Flüchtlingskrise. Scheunemann: „Das CSR-Forum ist erneut Plattform für einen nachhaltigen Diskurs über Verhaltensregeln von Unternehmen, die Akzeptanz der Bürger und das Verhältnis zwischen Staat und Wirtschaft.“
Nachhaltigkeit in der Wirtschaft: „Immenser Handlungsbedarf“
Für Wolfgang Scheunemann zeigt der Abgasskandal, dass es „in Deutschland und anderen Ländern einen immens großen Handlungsbedarf gibt“. Ein nachhaltiger Diskurs über Verhaltensregeln von Unternehmen, die Akzeptanz der Bürger und das Verhältnis zwischen Staat und Wirtschaft werde in Zukunft immer wichtiger. „Wenn nötig, muss dabei auch mit harten Bandagen gerungen werden“, betont der Diplom-Chemiker.
red
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