Effizienter heizen mit dem Blauen Engel

Foto: flickr/vbrajon

Warm und gemütlich haben wir es alle gerne- doch das heimelige winterliche Wohnzimmer birgt natürlich auch Kosten für die Umwelt. Die würden sie gerne minimieren, wissen aber nicht so recht, wie?

Kein Problem- der Blaue Engel hilft ihnen auch bei der Wahl der perfekten Heizung gerne weiter. Sie wissen nicht exakt, was sich hinter dem Umweltzeichen verbirgt? Dann sollten Sie jetzt auf jeden Fall weiterlesen.

Das Berliner Institut für ökologische Wirtschaftsförderung (IÖW) nahm sich zwischen 2010 und 2012 den Vergabekriterien des Blauen Engels für Heizgeräte an und überarbeitete sie von Grund auf. Die Anpassungen an den gegenwärtigen Stand der Technik sowie Gesetzesauflagen wie die Ökodesign- und Energieverbrauchskennzeichnungs-Richtlinie sichern noch emissionsärmere und effizientere Geräte zu als bisher.

 

Aus für „umweltfreundliches“ Heizöl

 

Was bedeutet das konkret? Nach Inkrafttreten der Reformkriterien dürfen etwa heizölbetriebene Raumwärmer das Umweltsiegel nicht mehr tragen. Zu viele Treibhausgase, zu gefährlich, lautete das Urteil- man denke nur an die Risiken der Rohstoffgewinnung und an Ölkatastrophen wie am Golf von Mexiko. Die Erdölheizungen wichen stattdessen den Holzhackschnitzelkesseln, die erstmals in die „Blauer-Engel“-Riege aufstiegen.

Der Engel auf dem Heizgerät signalisiert zudem: Viele Teile dieses Produkts sind recycelbar. Es ist lange haltbar und kann bei Not am Mann auch leicht repariert werden. Sie suchen eine Wärmepumpe, ein Blockheizkraftwerk oder einen Warmwasserspeicher? Auch als Freund der Holzpelletöfen oder Gasbrennwertgeräte sind Sie hier richtig.

Die wichtigsten weiteren Änderungen im Überblick:

1) Wärmepumpen: Das Prinzip der TEWI (Total Equivalent Warming Impact)-Grenzwerte, das den Gesamteffekt eines Gerätes auf den Treibhauseffekt anzeigt, wurde vereinfacht und die erlaubten Grenzwerte angepasst. Zulässig sind jetzt zwischen 143 und 218 Gramm CO2-Äquivalente je erzeugter Kilowattstunde. Neue Schallschutzregelungen ergänzen die veränderten Auflagen.

2) Gas-Brennwertkessel: Erhöhung des Normnutzungsgrads auf 106 bis 109 Prozent. Senkung der Emissionsgrenzwerte auf 40 beziehungsweise (bzw.) 20 Milligramm Stickoxide bzw. Kohlenstoffmonoxid.

3) Blockheizkraftwerke: Neben motorisch betriebenen dürfen künftig auch alle anderen Blockheizkraftwerke den Blauen Engel tragen. Einbeziehung des elektrischen Hilfsenergiebedarfs bei der Berechnung des erforderlichen Wirkungsgrades. Senkung der erlaubten Emissionsgrenzwerte auf 150 bzw. 125 Milligramm Stickoxide bzw. Kohlenstoffmonoxid je Quadratmeter Nutzfläche.

4) Holzfeuerungen: Holzhackschnitzelkessel dürfen fortan ebenfalls mit dem Blauen Engel gekennzeichnet sein. Für Geräte mit interner Verbrennung gelten folgende Emissionsgrenzwerte: 150-190mg Stickoxide, 70-350mg Kohlenstoffmonoxid, 5-8mg OGC (organischer gasförmiger Kohlenstoff) und 20-50mg Staub je Quadratmeter Nutzfläche.

5) Warmwasserspeicher: Reduktion der zulässigen Wärmeverlustrate um vier Prozent. Verbannung halogenierter organischer Verbindungen als Dämmstoffe in den Speichern, stattdessen Rückgriff auf Polyesterfaservliese und Mineralfasern.

Global° wünscht viel Erfolg beim Aussuchen und viel Spaß bei umweltfreundlichen Heizen!

 

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