Die Arktis schmilzt - und niemand sieht es

Überschwemmung in Bangladesh, (c) Gary Braasch

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte - das wird beeindruckend in einer Wanderausstellung gezeigt, die am 16.9.2014 am Ökologischen Bildungszentrum in München im Rahmen einer Tagung eröffnet wird. Sie sind herzlich dazu eingeladen. Die Tagung ist kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten.

Der Klimawandel schreitet unbeirrt fort, ohne dass wir Maßnahmen ergreifen, die unsere Treibhausgas-Emissionen drastisch genug reduzieren. Warum fällt es oft so schwer, uns effektiv den Bedrohungen zu stellen, die uns unweigerlich erwarten, wenn wir nicht jetzt handeln?

 

Der amerikanische Naturfotograf Gary Braasch bringt uns den globalen Klimawandel vor Ort, indem er in seinen bewegenden Bildern die Dramatik und Möglichkeiten des Klimawandels vor Augen bringt. Braasch ist einer der ersten Fotografen, der den Klimawandel weltweit dokumentiert. Seit 40 Jahren bereist er die Welt, um die Ursachen, Auswirkungen und Lösungsmöglickeiten des Klimawandels in Fotos festzuhalten. Dabei besteht sein zentrales Anliegen darin, über Kunst Menschen näher an die Tatsachen des Klimawandels heranzuführen und sie dadurch zu nachhaltigem Handeln zu motivieren.

 

Braasch erhielt den Ansel Adams Preis vom Sierra Club und wurde zum Outstanding Nature Photographer ernannt. 2010 wurde er vom Outdoor Photography Magazin zu einem der 40 einflussreichsten Naturfotografen der Welt gekürt. 2013 wurden seine Bilder sechs Monate lang im Boston Museum of Science ausgestellt.

 

Nun können Braaschs Bilder dank der Initiative des gemeinnützigen Vereins WissenLeben e.V. zum ersten mal auch in Deutschland besichtigt werden. Am 16.9.2014 wird die Ausstellung „Klimawandel – eine globale Herausforderung“ im Rahmen einer Festveranstaltung am Ökologischen Bildungzentrum München eröffnet. Danach kann sie in Deutschland und angrenzenden Ländern ausgeliehen werden. Dr. Maiken Winter, Vorstand des Vereins WissenLeben e.V., meint dazu: "Es ist uns ein großes Anliegen, dass möglichst viele Menschen nicht nur vom Klimawandel gehört haben, sondern auch seine dramatischen Auswirkungen wirklich verstehen. Denn erst wenn man den Klimawandel wirklich versteht, setzt man sich aktiv für Veränderungen im eigenen Leben ein. Die Fotografien von Gary Braasch können dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Um es möglichst vielen Interessenten, v.a. auch Schulen, möglich zu machen, die Wanderausstellung auszuleihen, halten wir daher die Ausleihbegühren auf einem Minimum.“

 

Die Ausstellung enthält 30 großformatige Fotos aus Regionen der ganzen Welt – über die Arktik, Hochgebirgsregionen wie Himalaya und den Alpen, Brasilien, Nordamerika, China, Kenia und Australien zur Antarktik – überall hinterlässt der Klimawandel dramatische Spuren. Die Bilder werden mit ausführlichen Beschreibungen in deutscher und englischer Sprache begleitet.

 

Die Tagung in München wird in Kooperation mit der TUM School of Education, Arbeitsgruppe Outdoor Education; dem Rachel Carson Center; und dem Bündnis Nachhaltigkeit Bayern durchgeführt. Tagung und Wanderausstellung wurden ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von dem Verlagssoftware-Hersteller KIS-GmbH, der TUM School of Education, Arbeitsgruppe Outdoor Education, dem US Generalkonsulat München und Meteodata – ltd.

 

Das Programm der Veranstaltung und einen Flyer für die Wanderausstellung finden Sie unter www.wissenleben.de/startseite/termine

 


01.09.2014 08:28
Dr. Maiken Winter