Ökologische Kleidung: Stylisch & Fair

Foto: Sarah Lutz

Leute machen Kleider: Slow-Fashion meets Fast Fashion - Bisher bestehen einige hartnäckige Vorurteile gegenüber fair gehandelter und fair produzierter Kleidung – die einen meinen, sie sei zu teuer und zudem nicht überall zu haben. Andere wiederum behaupten, man sehe darin aus wie ein typischer „Öko“.

Fest steht, nachhaltig produzierte Kleidung ist teurer als im Discounter, aber keinesfalls unbezahlbar. Denn der preisliche Unterschied zu konventionell produzierter Kleidung wird immer geringer. Beispielsweise gibt es bereits nachhaltig und modisch geschnittene Pullover für weniger als 30 Euro. Vergleichbare Kleidungsstücke kosten bei den großen Handelsketten nicht weniger.

 

Slow Fashion versus Fast-Fashion

 

Derzeit wird die Modebranche von zwei Trends dominiert, der Slow- und der Fast-Fashion. Dabei bezeichnet die Fast-Fashion die Art von Mode, die kurz nach den weltweiten Modeschauen in Paris oder New York schnellstmöglich in den Schaufenstern der Shoppingtempel erscheint. Auch große Modehäuser beteiligen sich rege an diesem Geschäftsmodell, in dem es mittlerweile nicht nur eine Sommer- oder Winterkollektion gibt. Nein, mittlerweile gibt es auch die Zwischensaison. Dem Kunden wird damit suggeriert, mal wieder seinen Garderobenschrank auszumisten und sich neu einzukleiden, wenn möglich bitte mehr als nur einmal im Jahr.

 

Fast-Fashion: Wegwerfen und neu kaufen

 

Dabei verursacht die Massenproduktion von Fast Fashion erhebliche Probleme in den Produktionsländern. Viele gefährliche Chemikalien, die bei der Produktion eingesetzt werden, gelangen in die Abwässer und verschmutzen die Umwelt. Doch auch hier zu Lande verursacht Fast Fashion Probleme. Immer mehr Menschen reagieren allergisch auf Chemikalien, die oft in großen Mengen in Textilien enthalten sind. Hierzu gehören Bleichemittel, Farbbeschleuniger und Formaldehyd. Einige von Ihnen sind sogar so giftig, dass sie das Nervensystem angreifen und die Fruchtbarkeit einschränken können.

 

Slow-Fashion: Die Revolution in der Modewelt

 

Slow Fashion hingegen bedeutet nachhaltige, entschleunigte und vor allem bewusste Mode. Dazu gehört Mode aus Biostoffen oder recycelten Materialien ebenso wie gebrauchte Kleidung oder Kleidungstücke von Labels, die einfach länger hält. Das Motto lautet, Tragen statt wegwerfen. Die neue Bewegung am Markt wird möglicherweise schon bald eine Revolution in der Modewelt hervorrufen. Denn Menschen widmen sich wieder vermehrt der Qualität eines Kleidungsstückes, der Wertschätzung seiner Herstellung und den Zusammenhang seiner Produktion zur Umwelt.

 

Slow Fashion erobert den Online Handel

 

Dass auch Slow Fashion zur gehobenen Modewelt dazu gehört, beweisen zahlreiche Designer, die sich verstärkt der nachhaltigen Herstellung von Mode widmen. Aber auch die Onlinewelt greift den Trend auf. So gibt es mittlerweile zahlreiche Online Shops in denen zeitgleich mode- und umweltbewusste Menschen einkaufen können. Zusammen mit einem attraktiven Gutschein ist das neue ökologische Kleidungsstück noch nicht einmal teuer, wie beispielsweise hier. Bei einigen Herstellern können Kunden sogar die sämtliche Produktion einsehen, von der Gewinnung der Rohstoffe bis hin zum fertigen Produkt. Transparenz, die Vertrauen schafft, gibt Kunden das sichere Gefühl, am Ende auch wirklich ein nachhaltiges Produkt zu erhalten.

 

Ökomode ist stylisch und hält länger als eine Saison

 

Die Gegenbewegung zur Wegwerfmode wächst. Greenfashion, wie die neue Mode auch genannt wird, erobert den Markt. Seit langem schon berichten Modezeitungen alltäglich über nachhaltige Mode und neue Fashiontrends. Ökomode ist schick, nachhaltig und auf dem besten Weg, dauerhaft en vogue zu sein. Wer dann noch Fast Fashion kauft, wird bald zum Außenseiter.

 


20.03.2015 13:37
SarahL.

Sarah L.

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