MARO Bürgerbeteiligung fördert Demenz-WGs

Finanzierungsmodell der MARO Genossenschaft

Die neuen Wohnformen stoßen auch in Bayerns Kommunen auf hohe Nachfrage. In Weilheim setzen sich Bürger gemeinsam mit der Wohnbaugenossenschaft MARO für den Bau von nachbarschaftlichen Wohnprojekten sowie Demenz- und Pflege-Wohngemeinschaften in ihrer Region ein. Interessierte können beim Vorstand der MARO Genossenschaft eine Mitgliedschaft beantragen und Anteile an der Genossenschaft zeichnen.

Wohngemeinschaften für Demenz stoßen in Bayern bei Betroffenen und Angehörigen auf starke Nachfrage. Besonders Familien mit zwei Berufstätigen können bei fortschreitender Demenz die Pflege zuhause oft nicht mehr leisten und schätzen das familiennahe, von Angehörigen bestimmte Leben in der “WG”. In Bayern gibt es jedoch für die ca. 160.000 Demenz-Kranken nur etwa 70 WGs. Bürger und Kommunen haben sich deshalb unter dem Dach der MARO Genossenschaft zusammen geschlossen, um die Verbreitung der zukunftsweisenden Wohnformen in Bayern zu beschleunigen. Auch Anleger ohne Eigenbedarf können durch das Zeichnen von Anteilen dazu beitragen, den Bau von Demenz-WGs mit Modellcharakter zu fördern.

 

Eine Bürgerbeteiligung mit sozialer Verantwortung

 

MARO ist die erste Genossenschaft in Bayern, die sich auf den Bau von Demenz-WGs und anderen gemeinschaftlichen Wohnformen spezialisiert hat, um „Demenz-Kranken und ihren Angehörigen die schmerzliche Wahl zwischen der Pflege zuhause und einem vom Heimbetrieb vorgegebenen Alltag zu erleichtern“, wie Initiator und Vorstand Martin Okrslar erklärt. Bei Demenz-WGs wird der Alltag konsequent auf ein familiennahes, würdevolles Leben der Patienten ausgerichtet, von der Bauweise, dem Pflege- und Betreuungsmodell und dem Aufbau des selbstbestimmten Angehörigengremiums bis zur Gestaltung des Gemeinschaftslebens. Zwei Demenz-WGs von MARO wurden aufgrund ihrer zukunftsweisenden Umsetzung des WG-Konzepts kürzlich vom Bayerischen Sozialministerium zum Modellprojekt erklärt. Finanziert werden die Wohnprojekte von MARO durch den Verkauf von Genossenschaftsanteilen, die von der Genossenschaft, zukünftig aber auch über Vertriebspartner bezogen werden können.

 

Selbstbestimmtes Wohnen aus genossenschaftlicher Hand

 

Zur wachsenden Mitgliederbasis der MARO Genossenschaft zählen heute nicht nur Familien mit demenzkranken Angehörigen, sondern auch Kommunen sowie Anleger, die sich für ein würdevolles Leben von Menschen mit Demenz einsetzen. Das Genossenschaftsmodell bietet die Basis, um die begehrten Wohngemeinschaften kostenbewusst, effizient und transparent in die Breite zu tragen. „Als Wohnungsbaugenossenschaft bringen wir die drei Voraussetzungen zusammen, die für den Aufbau und den Erfolg von gemeinschaftlichen Wohnformen entscheidend sind: Das baurechtliche und finanzielle Know-how, die soziale Kompetenz – und das Kapital von Anlegern, denen wirklich an der Sache gelegen ist,“ sagt Martin Okrslar. Die MARO Genossenschaft baut die neuen Wohnformen gemeinsam mit Kommunen und Privatleuten und kooperiert mit dem regionalen Projektentwickler REAL Wohnbau GmbH & Co. KG aus München sowie mit einem umfassenden Kompetenznetzwerk, das Architekten für alters- und demenzgerechtes Wohnen, lokale Alzheimergesellschaften und Berater für alternatives Wohnen wie den Verein INAWO (Initiative Alternatives Wohnen) einschließt.


24.10.2013 14:50
Drei Freunde PR

Martin Okrslar

Vorstand

MARO Genossenschaft für selbstbestimmtes und nachbarschaftliches Wohnen eG

Buchenweg 14, 82441 Ohlstadt

 

Tel 08841 488 917

Martin Okrslar <m.okrslar@maro-genossenschaft.de>