Wohin führt uns das Durchsetzen eigener, egoistischer Interessen eigentlich noch, wenn schon Menschenleben weniger wert sind als sie? Über die Streiks in Kambodscha haben die Medien ausführlich berichtet: Die Textilarbeiterinnen forderten eine Verdoppelung ihres Monatslohns auf 160 Dollar. Das vor dem Hintergrund, dass die Löhne in den letzten Jahren, im Gegensatz zu China und Vietnam, gesunken sind. Diejenigen, die behaupteten, Kambodschas Kampf gegen die schlechten Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie sei erfolgreich gewesen, wurde im vergangenen Jahr durch eine Studie der Stanford University eines Besseren belehrt: Die kam zu dem Schluss, es herrschten sehr schwierige Arbeitsbedingungen und extreme Arbeitszeiten, Löhne und Sicherheitsvorkehrungen hätten ab- statt zugenommen.
Beobachtern zufolge tragen neben den Fabrikbesitzern auch die internationalen Bekleidungsunternehmen Verantwortung für die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen. Sie diktieren den Zulieferern extrem niedrige Preise. Gehen die darauf nicht ein, ziehen sie sich zurück und verlagern ihre Fertigung in ein anderes Billiglohnland - eine Erfahrung, die China bereits hinter sich hat. Von dort zogen die Modeketten weiter nach Indien, Vietnam, Kambodscha und – Bangladesch, wo im Frühjahr 2013 mehr als 1000 Menschen beim Einsturz einer Textilfabrik ums Leben kamen.
Am 8. Januar erklärt Ken Loo, Generalsekretär des Textilherstellerverbandes GMAC: "Alle Fabriken sind nun wieder auf. 90 Prozent der Textilarbeiterinnen sind zurück." Damit bleiben ihre Streiks für höhere Löhne erfolglos.
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