Alle Fakten über Handystrahlung

Dass Handys und Smartphones Strahlung aussenden ist erwiesen, doch ob es sich dabei um schädliche Strahlung handelt, darüber diskutieren Forscher seit jeher.

Handystrahlung liegt zum einen im Frequenzbereich von Mikrowellen, die wasserhaltiges Gewebe erhitzen können. Das bedeutet, dass das Gewebe am Ohr beim Telefonieren erhitzt wird, was wohl jeder schon einmal nach einem langen Telefonat erlebt hat. Diese Hitze ist jedoch nicht das Einzige, was Handys hervorrufen können.

Verschiedene Studien haben zum anderen gezeigt, dass bei Vieltelefonierern freie Radikale durch oxidativen Stress an der Ohrspeicheldrüse entstehen. Diese freien Radikale gelten als Auslöser für Krebserkrankungen, da sie das Erbgut angreifen. Aus diesem Grund und aufgrund weiterer Indizien stufte die IARC (International Agency for Research on Cancer) die Handystrahlung als „möglicherweise krebserregend“ ein, während sie jedoch betonte, dass ein Zusammenhang noch nicht bewiesen ist.

 

 

Auf einen niedrigen SAR-Wert achten

 

Viele Handyanbieter haben auf diese Studien reagiert und veröffentlichen im Produktdatenblatt des jeweiligen Telefons auch den sogenannten SAR-Wert. Dieser beschreibt die spezifische Absorptionsrate, also in welchem Maße das Gewebe der Haut beim Telefonieren die Strahlen des Geräts aufnimmt. Eine komplette Liste an SAR-Werten bei den einzelnen Modellen findet man auf der Seite des Bundesamts für Strahlenschutz.

Mit besonders niedrigen SAR-Werten punktet vor allem der koreanische Hersteller Samsung, der mit Handys wie im unterhalb des Artikels angegebenen Link gerade einmal einen Wert von 0,3 W/kg. Zum Vergleich – das iPhone 5s liegt bei 0,98 W/kg. Doch Apple-Fans müssen nicht gleich aufschreien, da dieser Wert immer noch um einiges unter dem zulässigen Grenzwert von 2 W/kg liegt.

 

Generell gilt, dass man beim Handykauf nicht nur auf die Ausstattung und Software achten, sondern auch einen Blick auf den SAR-Wert werfen sollte.

 

 

Strahlung beim Telefonieren reduzieren

 

Zwar lässt sich mit der Wahl des richtigen Telefons Strahlung reduzieren, aber auch das Einhalten einiger Verhaltensregeln kann dazu beitragen.

 

Bei langen Telefonaten ist es durchaus sinnvoll ein Headset zu nutzen bzw. diese über das Festnetz zu führen. Dadurch wird das Ohr nicht unmittelbar der Handystrahlung ausgesetzt.

Bei schlechtem Empfang erhöht das Handy automatisch seine Sendeleistung und somit auch seine Strahlung, weswegen man es lieber sein lassen sollte dann zu telefonieren. Ähnliches gilt für das Telefonieren im Auto.

 

Beim Schlafen benötigt man sein Handy sowieso nicht, weswegen man es auch getrost ausschalten kann, um die Strahlung zu reduzieren.


24.03.2014 10:58
Leticia Nilsson

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