„Extremes Wassersparen in Deutschland und EU-weite Vorschriften machen keinen Sinn“, erklärt Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen. In der heizsparer.de-Artikelserie begründet er, warum: Es gebe beispielsweise regional unterschiedliche Wasservorkommen und Rahmenbedingungen, die nach differenzierteren Lösungen verlangten. Diese müssten im wasserreichen Deutschland jedoch ganz anders aussehen als in den südlichen EU-Regionen.
„Die schlichte Botschaft, angeblich im Überfluss vorhandenes Wasser in Deutschland endlich schamfrei zu verschwenden, ist (…) fatal und führt in die Irre“, ist dagegen Professor Dr. Erik Grawel von der Universität Leipzig und dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung überzeugt. Vielmehr bedürfe es eines vorsorgenden und langfristigen Schutzes der Ressourcen – zum Beispiel über einen wahren ökologischen Preis für Wasser, der ganz automatisch Anreize zum Sparen liefere.
Warum der allein auf die Wasserrechnung gerichtete Blick zu kurz ist, beschreibt Roland Gramling vom WWF Deutschland. Die Wasserkrise sei eine globale Herausforderung. Der Schutz der Ressource beginne bereits in den Feuchtgebieten der Erde, den Seen, Bächen und Flüssen. Der Zugang zu Wasser sowohl für die Verbraucher als auch für die Landwirte zur Nahrungsproduktion funktioniere nur, wenn die Ökosysteme geschützt werden.
Diese und weitere Beiträge zum Thema Wasser sparen von Astrid Hackenesch-Rump von den Berliner Wasserbetrieben, Professor Dr. Helge Bormann von der Universität Siegen und Dr. Hans-Curt Flemming von der Universität Duisburg-Essen lesen Sie in unserer neuen Artikelserie auf heizsparer.de.
Link Artikelserie Wasser sparen: www.heizsparer.de/ist-wasser-sparen-in-deutschland-sinnvoll
Passend zum Thema steht für Verbraucher ein Ebook mit Tipps zum Wasser sparen auf der Webseite bereit: www.heizsparer.de/service/ebooks-energie-sparen