
Wangari Maathai, alternative Friedens-Nobelpreisträgerin aus Kenia, brandmarkte jüngst in einer Radio-Sendung die Überweidung und Zerstörung des Walds in Ostafrika als eine der Ursachen für die aktuelle Hungersnot in den Staaten ihrer Heimat. "Auf die Zerstörung der Natur und Umwelt haben wir seit Jahrzehnten hingewiesen", sagte Maathai dem US-Sender National Public Radio. "Unglücklicherweise nahmen die Regierungen der ganzen Region das nie ernst." Es gäbe keinen Grund, so die Wissenschaftlerin aus Nairobi und Initiatorin des Greenbelt Movement Waldweiden und ausufernde Siedlungen in den Forsten nicht zu verbieten.

Der Südsudan, betonte Wangari Maathai, habe eine der höchsten Müttersterblichkeiten der Erde "und fast die Hälfte aller Kinder hungert". Maathai: "Nachdem die Truppen des Nordsudan die fruchtbare Provinz Abyei sowie die Ölgebiete von South Kordofan besetrzt haben, sind durch den Konflikt zudem Tausende Menschen vertrieben worden. Viele sind ermordet. "Das", sagt die Professorin, "belegen zahlreiche Satellitenbilder."
Beide Kriegsparteien begingen Greueltaten. Die Flüchtlinge berichteten von schrecklichen Erlebniossen.

"Und wie immer entsteht aus gewalt wieder neue Gewalt", beurteilt sie die Spirale dieser Verbrechen, "diesen Teufelskreis müssen wir brechen." Und wie immer sind die Schwächsten am heftigsten betroffen: die Frauen - aber sie sind in alle Lösungsversuche nicht einbezogen! sagt Maathai.