Was verändert sich in der Natur im Laufe eines Jahres und über mehrere Jahre hinweg? Wie unterscheiden sich Beobachtungen in Herrsching von denen in Hamburg oder Unterammergau? Was sind die Ursachen für die beobachteten Veränderungen? Erfolgen diese Veränderungen für alle Lebewesen gleich? Diese und andere Fragen werden sich Schülerinnen und Schüler stellen, die an dem Projekt "Schulen machen Wissenschaft" teilnehmen.
Bei diesem Projekt werden Gehölzpflanzen aus dem Blühprogramm der Humboldt Universität gepflanzt, um phänologische Veränderungen der Pflanzen (Blühbeginn, Blattaustrieb, Fruchtreife) systematisch zu untersuchen und aufzuzeichnen. Gleichzeitig werden Nistkästen aufgehängt, um auch die zeitlichen Vorgänge beim Nisten (Brutbeginn, Schlüpfdatum, etc.) zu beobachten. Dadurch wird es möglich, eventuelle zeitliche Verschiebungen zwischen verschiedenen Teilen eines Ökosystems festzustellen.
Die Projekt wird von der Biologin Dr. Maiken Winter in Kooperation mit der Humboldt Universität Berlin betreut. Es hat zum Ziel, Schülerinnen und Schüler für die Natur und für wissenschaftliches Arbeiten zu begeistern, ihre Wahrnehmung für die Vorgänge in der Natur zu stärken, und sie dadurch zu motivieren, sich für den Erhalt der Natur einzusetzen. Gleichzeitig werden die gesammelten Daten wissenschaftlich ausgewertet. Ein solches „Citizen Science“ Projekt ermöglicht es, weit verstreute Gebiete gleichzeitig zu erfassen, und so ein besseres Verständnis dafür zu erhalten, welche großflächigen Veränderungen zwischen verschiedenen Teilen eines Ökosystems durch den Klimawandel stattfinden. Selbstverständlich werden die Schulen ihre Daten auch selber auswerten und mit anderen Schulen vergleichen können.
Es ist noch Zeit, mitzumachen! Bei Interesse können Sie weitere Informationen über dieses und andere Projekte hier finden.