Nachhaltige Gebäude in Europa durch LEED & mit EPD

LEED APs befürworten den Lebenszyklusansatz und EPDs in LEED v4

Das Institut Bauen und Umwelt begleitet den LEED v4-Prozess in Europa bei der Auftaktveranstaltung in Berlin und wird Mitglied bei der German Green Building Association (GGBA).

Umwelt-Produktdeklarationen von Bauprodukten sind Grundlage für die ökologische Bewertung in Gebäudezertifizierungssystemen, darunter das ursprünglich amerikanische und weltweit verbreitete LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) , das neben den deutschen Systemen BNB des Bundes (Bundesprogramm nachhaltiges Bauen) und DGNB der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen auch in Deutschland stark verbreitet ist. Bereits seit 3 Jahren ist das Institut Bauen und Umwelt (IBU) – Programmhalter für unabhängig geprüfte Umwelt-Produktdeklarationen (EPDs) - Mitglied im USGBC, dem US-amerikanischen Green Building Council, dem Herausgeber des LEED-Systems. In der aktuellen Version des LEED Systems V4 im Reference Guide wird IBU explizit als Quelle für EPD-Daten gelistet und anerkannt. Diese enge Verbindung wird nun noch einmal verstärkt, denn IBU ist seit Herbst 2015 auch Mitglied in der neu gegründeten German Green Building Association (GGBA), dem deutschen Ableger des LEED Systems. „Ziel unserer Mitgliedschaft ist eine noch intensivere Zusammenarbeit mit LEED, insbesondere die aktive Begleitung der Anpassung des Systems an den europäischen und deutschen Marktverhältnisse“ erläutert der Geschäftsführer des IBU, Burkhart Lehmann.

 

Startschuss für die Kooperation war das LEED v4Technical Development Event in Berlin im September 2015, welches von der GGBA und dem USGBC ausgerichtet wurde, um gemeinsam mit den europäischen LEED APs (Accredited Professionals) die Umsetzung und Herausforderungen des Gebäudezertifizierungssystems von LEED in Europa zu diskutieren. Als wesentliches Fazit der Workshoprunde ist hervorzuheben: Die europäischen LEED APs begrüßen EPDs & LCA in Version v4! Beide Aspekte sind in der aktuellen Version neu dazu gekommen und wurden vorher nicht adressiert. Das Vorweisen von EPDs für die im Gebäude verwendeten Produkte wird nun mit den für die Zertifizierung zu sammelnden Creditpoints honoriert. Dass diese europäische Perspektive der lebenswegbasierten Betrachtung Eingang in das LEED-System gefunden hat, ist auch der intensiven und langjährigen Arbeit des IBU zu verdanken, das den Lebenszyklusansatz im Baubereich bereits seit mehreren Jahrzehnten kontinuierlich mitentwickelt und vorangetrieben hat.

 

Dabei strahlt das IBU seine Botschaft als Programmhalter für EPDs zunehmend nicht nur in Deutschland und Europa, sondern auch weltweit aus. International kennt und schätzt man „IBU“ als Quelle wissenschaftlich fundierter und glaubwürdiger, weil unabhängiger Informationen, wenn es um die Umweltinformationen für Bauprodukte in EPDs geht. Daher bleibt es stetiges Ziel des IBU, gemeinsam mit Partnern wie der GGBA den Weg weiter für das Nachhaltige Bauen durch EPDs von Bauprodukten zu ebnen.


06.10.2015 11:01
Institut Bauen und Umwelt

Anita Kietzmann

kietzmann@bau-umwelt.com