Ein Stein, der Flussstrom verändern kann…

Die Leie bei Olsene in Belgien

Umbruchzeiten ... Spannend oder nein, danke, lieber nicht? Aktiv teilnehmen oder doch lieber andere teilnehmen lassen ?

Sei wie der Fluss, der eisern ins Meer fließt

Der sich nicht abbringen lässt egal wie schwer es ist

Selbst den größten Stein fürchtet er nicht

Auch wenn es Jahre dauert bis er ihn bricht

 

Es geschah, als jemand mir über die nachhaltige Energie sowie über seine eigene Energie erzählte, womit er versuchte, etwas auf diesem Gebiet zu verändern. Das Gespräch ging vor allem darüber, dass seine Umgebung ihn nicht begreift, und was man dagegen tun könnte. Wenn jemand aus lauter guten Vorsätzen besteht, wie kommt es denn, dass seine Energie öfter Quelle von Ärger als die von Freude ist ?

 

Ich konnte nicht viel mehr tun, als diese Person mit der Idee, zu trösten, dass seine erfrischenden Ideen natürlich gesehen werden, wenn der Zeitpunkt dafür kommen würde. Deine Energie gibt Mut und Freude denjenigen, die schon überzeugt sind, wird aber niemand schneller überzeugen.

 

Erleichtert atmete er aus. Aktive Teilnahme am Umbruch war seine Berufung nicht, die Welt würde sich sowieso verändern. Dass er das als einer der ersten begreift, verleiht ihm das Vorrecht, um alles aus der erste Reihe beobachten und mitmachen zu können. Es ist, als ob man ein Brett zur Arche tragen und dabei denken würde, dass sie eigentlich auch ohne dieses Brett schwimmen könnte.

 

Manche Menschen sind so rein in ihren Vorhaben, dass sie den Mut haben um einen Stein im Fluss zu versetzen. Nicht weil sie ihren Namen darauf schreiben möchten. Sondern weil das Wasser, dass im Fluss danach strömt anders sein wird. Auch wenn niemand weiß, wer den Stein versetzt hat und vor allem warum. Solche Menschen generieren riesengroße zukunftsgerichtete Wellen. Sie machen Flüsse ungestüm. Mit immer weißem Schaum auf den Wellenspitzen.

 

‘Anarchie!’ predigt jemand, der nicht begreift , weil er lieber fläche Steine über die Wasseroberfläche wirft. Steine, die manchmal bis sechsmal das Wasser berühren, um endlich trocken auf dem anderen Ufer zu landen. Ohne richtig den Fluss "gefühlt" zu haben. Was wird aus reinen Vorhaben, die man höher einstuft als eine anonyme Handlung, womit ein einziger Stein den Fluss verändern kann. Zuschauerstellung und Form sind dann wichtiger, als die Handlung selbst, genauso wie ein ruhiger Fluss, der doch weiter fließt, nicht wahr ? Zu großer Freude derjenigen, die nachhaltige Veränderungen doch noch lieber aufschieben…


12.06.2014 21:06
Johan Konings

johan@ilanga.org