Fassadenverkleidung – aber bitte ökologisch

Bildquelle:© C. Nöhren / pixelio.de

Bei der Planung der Hausfassade spielen verschiedene Kriterien eine Rolle. Für die einen geht es um den Preis, für andere um die Optik. Immer wichtiger werden aber nun auch ökologische Ansprüche an die Hausfassade.

Die klassische Putzfassade kommt für Bauherren, die nachhaltig bauen wollen, nicht mehr in Frage. Stattdessen erobern ökologische Fassadenverkleidungen den Markt.

 

Sichtmauerwerk – Bauvorschriften beachten

 

Beim sogenannten Sichtmauerwerk fungiert die äußere und nicht tragende Wand eines zweischaligen Mauerwerks zugleich als Fassadenverkleidung. Auf die innere, tragende Wand folgen eine Wärmedämmschicht und eine weitere, dünnere Wandscheibe. Dadurch wird das Verputzen der Außenwand überflüssig, denn das äußere Mauerwerk dient zugleich als Fassadenverkleidung. Gute Beispiele für diese Form der Fassadenverkleidung sind die Backsteinfassaden, die vermehrt im Norden Deutschlands anzutreffen sind.

Vorteil: Sichtmauerwerk wirkt lebhafter und zuweilen anheimelnder als Putzfassaden.

Nachteil: Ein Sichtmauerwerk fällt in einigen Neubaugebieten besonders stark auf. Bauvorschriften könnten sie aus Gründen der Optik deshalb untersagen.

 

Holzfassade – natürlich, aber aufwendig

 

Wer sich nicht für einen Holzbau entscheidet, aber den nachwachsenden Rohstoff Holz dennoch nutzen möchte, kann sein Haus mit einer Holzfassade verkleiden. Dabei ist beim Aufbau der Holzverkleidung besonders darauf zu achten, dass der Abstand zwischen Holzelementen und der Dämmung genügend groß ist. Das sorgt für eine gute Luftzirkulation und einem entsprechend gesunden Raumklima.

Vorteil: Durch die natürliche Zirkulation der Luft, herrscht im inneren des Hauses ein angenehmes Raumklima.

Nachteil: Echtholz-Fassaden bringen einen erhöhten Pflegeaufwand mit sich und müssen regelmäßig gestrichen werden, um die schöne Optik zu erhalten.

 

Fassade aus Fotovoltaik-Panels – praktisch aber teuer

 

Noch relativ neu sind Fotovoltaik-Panels. Die Panels verkleiden nicht nur die Hausfassade sondern erzeugen auch noch Strom für den Eigenbedarf. Diese intelligente und durchaus auch optisch reizvolle Art der Verkleidung macht jedoch nur an Außerwänden Sinn, die der Sonne zugewandt sind. Außerdem handelt es sich dabei um eine recht kostspielige Angelegenheit, die beim Bau privater Eigenheime so gut wie niemals Anwendung findet.

Vorteil: Fotovoltaik-Panels sind innovativ, erfüllen alle Aufgaben einer klassischen Gebäudehülle und erzeugen dabei noch Solarenergie, die im Haushalt genutzt werden kann.

Nachteil: Die Panels sind sehr teuer und machen nur für Außenwände Sinn, die der Sonne zugewandt sind.

 

Alternative Fassadenverkleidungen

 

Daneben gibt es noch zahlreiche alternative Fassadenverkleidungen, die besonders auf dem Markt für private Bauvorhaben noch nicht richtig Fuß gefasst haben. Dabei handelt es sich um innovative Materialen wie beispielsweise den Faserbeton. Möglich, wenn auch nicht besonders üblich, ist außerdem eine Verkleidung der Außenwände mit Lehm. Dieser wird wie eine gewöhnliche Putzfassade aufgetragen.

Ganz klassisch können aber auch Schieferplatten genutzt werden. Da es sich dabei um einen natürlichen Baustoff handelt, ist eine Schieferfassade weitaus ökologischer als beispielsweise eine Betonverkleidung.

 

Fazit:

 

Unterm Strich sind ökologische Fassadenverkleidungen immer ein wenig teurer als die klassischen Varianten aus industriell gefertigten Materialien. Wer jedoch starken Wert auf eine ökologische Fassade legt, findet mittlerweile viele Alternativen zur Putzfassade. Ob Holz, Faserbeton oder Fotovoltaik-Panels möglich sind, ist jedoch oft auch eine Frage der örtlichen Bauvorschriften.


14.07.2014 09:08
M.Richter

M. Richter

r_martin86@web.de