Viele E-Mails werden ausgedruckt und anschließend auf Papier bearbeitet, nur um die Antwort dann doch wieder in den Computer einzugeben. Im privaten Alltag werden Einkaufszettel geschrieben und allerlei Informationen aus dem Internet gedruckt, nur um sie dann wochenlang irgendwo zu lagern und anschließend wegzuwerfen.
Das ist aber sehr schade, denn Papier verbraucht bei der Herstellung jede Menge Strom, Wasser und natürlich Holz. In Anbetracht der Tatsache, dass die Wälder immer weniger werden und Abholzung für Papier eigentlich unnötig ist, sollten sich die Endanwender überlegen, wie sie Papier einsparen können und welches Papier sie nutzen.
Papier einsparen: Praktische Tipps für den Alltag
Um Papier einzusparen, gibt es jede Menge Tipps und Tricks: Wenn der Chef E-Mails ausdruckt, die Antworten auf dem Papier schreibt und anschließend seinen Mitarbeitern zum Abtippen gibt, ist das verschwendetes Papier. Stichpunktartig kann er die Antworten auch am PC schreiben, sie von den Mitarbeitern formulieren und per Mail versenden lassen. So wird Papier gespart.
Was im Unternehmen ausgedruckt werden muss, sollte möglichst beidseitig gedruckt werden. So wird ebenfalls Papier gespart. Bei Präsentationen, die Grafiken enthalten, ist es ratsam, dass die Grafiken verkleinert werden, umso mehr Informationen auf nur einem Blatt Papier unterzubringen. Der Weg zum papierlosen Büro führt über die elektronische Archivierung. Rechnungen, Geschäftsbriefe und Co. müssen über viele Jahre hinweg aufbewahrt werden. Da kommt so manches Unternehmen platztechnisch schnell an seine Grenzen. Diesem Problem lässt sich mit dem elektronischen Archiv ebenso entgegen wirken, wie man damit Papier einsparen kann.
Bedrucktes Papier, welches noch eine unbedruckte und demnach blanke Rückseite aufweist, kann im Geschäfts-, wie auch im Privatleben als Schmierpapier für Notizen, Einkaufszettel und Co. verwendet werden. Auch der Nachwuchs freut sich über Malpapier.
Das richtige Papier nutzen
Wichtig ist es ebenfalls, dass man das richtige Papier nutzt. Hier gibt es verschiedene Umweltsiegel, die erklären, dass das gekaufte Papier recycelt oder umweltfreundlich hergestellt wurde. Auch kann man das Recycling von Altpapier für den eigenen Papierverbrauch nutzen. Die recycelten Papiere sind nicht minderwertig, wie oft behauptet, sondern müssen ebenfalls bestimmte Anforderungen erfüllen. Die wichtigsten Siegel sind dabei:
• FSC – besagt, dass Papier aus Holzfasern aus nachhaltiger Forstwirtschaft hergestellt wird. Man unterscheidet in
o FSC Mix – mind. 50 % Fasern aus nachhaltiger Forstwirtschaft, der Rest aus Gebraucht- und Restholz oder kontrollierter Waldwirtschaft,
o FSC Pure – Fasern zu 100 % aus nachhaltiger Forstwirtschaft
o FSC Recycling – mind. 85 % aus bereits genutzten Fasern, keine Frischholzfasern
• Ecoblume – Frischfasern zu mind. 10 % aus nachhaltiger Forstwirtschaft, geringe Emissionen und Energieverbrauch bei der Herstellung
• Nordischer Schwan – geringe Umweltbelastung bei der Herstellung
• Blauer Engel – zu 100 % aus Altpapier hergestellt, erfüllt hohe Umweltstandards und technische Normen und enthält zudem keine Schadstoffe.
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