
Deutschland gegen USA - nicht beim Sport sondern beim Klimaschutz: Bundesumweltministerin Barbara Hendricks will beim G20-Gipfeltreffen in Hamburg die Teilnehmer auf einen Ökostrom-Aktionsplan einschwören. Trumps USA aber mauern.
Beim Petersberger Klimadialog zeicneten sich die Fronten ab. Deutschland wolle trotz des Widerstands aus Amerika die größten Wirtschaftsnationen der Welt zu einem Umbauplan für das Energiesystem bewegen, schreibt jetzt das Wirtschaftsmagazin wiwo.de über die Diskussionen um das Wie der Energiewende. „Unser Ziel ist die Verabschiedung eines Aktionsplanes, der dem Umbau der Energiewirtschaft in Richtung Erneuerbare Energien eine zusätzlichen Schwung verleiht“, zitiert der Onlineauftritt des Magazins die deutsche Umweltministerin. Sie setztedas Thema auf die Agenda im Rahmen der deutschen G20-Präsidentschaft der wichtigsten Wirtschaftsnationen.
Minister drücken sich um Klimaschutz-Themen
Was dagegen der neue US-Präsident beimKlimaschutz unternehmen will, bleibt weiter offen. Erst plädierte Donald Trumpo dafür, aus dem Pariser Abkommen zum Klimaschutz wieder auszusteiegen. Jetzt opponieren ausgerechnet die US-Ölmultis gegen diese Haltung. Sie wollen noch vor dem G20-Gipfel eine Entscheidung im Weißen Haus.
Trump leunet nicht nur den Klimawandel, er sieht auch die Erneuerbaren Energien skeptisch. "Die G7-Energieminister hatten wegen des Disputs über die Klimapolitik noch ganz auf eine Abschlusserklärung verzichtet. Im Rahmen der G20 sind so weder Umwelt- noch Energieministertreffen geplant", beschreibt das wirtschaftsmagazin die verfahrene Lage der Weltpolitik.
Das Zögern der USA zwängt Deutschlannd in eine neue Rolle. „Es geht uns darum, dass Momentum in der Klimapolitik zu erhalten und gegebenenfalls an die Stelle der USA zu treten“, zitiert wiwo.de Barbara Hendricks. Selbst wenn die USA den Pariser Weltklimavertrag verließen, so das Magazin, zeichne sich ab, dass fast alle Staaten an ihm festhielten. „Es wird kein Austritts-Domino geben“, sagt daher Umweltministerin Hendricks. Auch der chinesische Klimabeauftragte Xie Zhenhua betonte, sein Land werde die Verpflichtungen voll erfüllen und den Weg Richtung Klimaschutz weitergehen: „Kein Land, kein Volk, kann diesen Trend stoppen.“
pit
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