
Alarmierende Zahlen von Südpol: Das Eis der Antarktis schmilzt doppelt so schnell wie bislang angenommen! Mit Hilfe von Überwachungsdaten aus dem All konnten Wissenschaftler berechnen, dass jedes Jahr 159 Milliarden Tonnen Eis verschwinden. Sie fließen als Schmelzwasser ins Meer und erhöhen den globalen Pegel um jährlich über 0,4 Millimeter.
Wissenschaftler der University of Leeds werten die Daten aus, die der Satellit CryoSat-2 vom Weltall aus sammelt und dann zur Erde funkt. Andrew Shepherd veröffentlichte die Ergenisse jetzt in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Geophysical Research Letters . „Das lässt dramatische Folgen vermuten“, kommentiert der Wissenschaftler, „dort liegt genug Eis, um den Meeresspiegel um einen Meter zu heben.“

Modernste Messtechnik fördert Erkenntnis zur Eisschmelze
Den Satelliten schickte die Europäische Raumfahrtbehörde 2009 in den Orbit. Mit Hilfe seiner Mikrowellen-Messtechnik kann er auch kleinste Veränderungen im Eispanzer der Antarktis registrieren. Erst die präzisen Daten der Cryosat-Mission erlauben es den Wissenschaftlern, konkrete Aussagen über den tatsächlichen Verlust des Eises zu treffen. Bislang stützten sich die Experten eher auf Vermutungen und Prognosen. Damit, sagt David Vaughan vom britischen Natural Environment Research Council NERC und Autor des British Antarctic Survey „sind nun konkrete Berechnungen machbar“.
pit
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