
Bad News aus Fukushima: Wissenschaftler des Woods Hole Oceanographic Institution (WHOI) messen inzwischen nur noch etwa 150 Kilometer vor der kalifornischen Küste im Pazifik strahlende Isotope aus dem zerstörten japanischen Atommeiler. Die gute Nachricht dennoch: Mit nur 2 Bequerel pro Kubikmeter Wasser (pro Sekunde bersten dabei zwei Atomkerne) ist die radioaktive Strahlung äußerst gering. Nach Ansicht der WHOI-Experten liegt sie „weit unter der für Menschen gefährlichen Schwelle“.
Seit im März 2011 das verheerende Erdbeben im Osten Japans und der nachfolgende Tsunami das AKW von Fukushima völlig zerstörten und in den Atomreaktoren eine Kernschmelze auslösten, rechnen Wissenschaftler damit, dass das gefährliche Erbe des Super-GAUs an der Westküste Nordamerikas anlandet.
Crowd-Funding finanziert Datensammlung von Bürger-Wissenschaftlern
Kanadische und US-amerikanische Experten überwachen daher seit Jahren das Wasser des Pazifiks, das aus Japan an die Westküste des Kontinents driftet. Mehrfach hatten sie vor den gesundheitlichen Auswirkungen gewarnt.
Jetzt konnten Chemiker um Ken Buesseler mit ihren sensiblen Geräten vor der Küste der kalifornischen Stadt Eureka Cäsium-Isotope entdecken, die eindeutig aus dem havarierten AKW stammen. Wann das kontaminierte Wasser allerdings die Küste tatsächlich erreichen werde, sei unklar, so Buesseler. Die Strömungen dort seien kaum berechenbar.
Der Chemiker stützt seine Arbeit auch auf Beobachtungen zahlreicher Freiwilliger. Die sammeln an der US-Küste Proben und stellen sie ihm zur Verfügung. Diese Arbeit finanziert das WHOI über Crowd-Funding. So konnte der Wissenschaftler eine Strömungs- und Ausbreitungskarte der strahlenden Isotope an der Westküste erstellen (siehe Grafik).
pit
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