Auch 2016 Rekord bei Erneuerbaren Energien

Offshore windpark Meerwind Foto: Wikimedia CC 3.0

Auch 2016 gab es wieder ein „Rekördchen“ bei den Erneuerbaren: So wenigstens bewertet das Portal Stromauskunft.de den Absatz der erneuerbaren Energien im auslaufenden Jahr 2016: „Mit geschätzten 191 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse liegt der regenerative Energieanteil voraussichtlich um ein halbes Prozent über dem bisherigen Höchstwert von 2015.“

Die Bilanz lässt sich sehen: Der Anteil der erneuerbaren am gesamtdeutschen Strommix lag im scheidenden Jahr 2016 laut ersten Prognosen bei 32 Prozent.

 

Treiber ist die Odffshore Windenergie

 

Die von stromauskunft.de zitierten Daten stammen vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

Nach offizieller Lesart der deutschen Regierung sollten erneuerbare Energien bis zum Jahr 2020 einen 35-prozentigen Anteil am Bruttostromverbrauch Deutschlands verzeichnen. „Das sollte, sofern der Trend der letzten Jahre nicht völlig in die Knie geht, kein Problem sein“, kommentiert das Portal.

 

Energiewende bei Wärme, Verkehr und Landwirtschaft hinkt hinterher

 

Das dickste Plus im Stromzuwachs verzeichnete 2016 die Offshore-Winderzeugung vor der Küste. Sie wuchs um knapp 57 Prozent und lieferte rund 13 Milliarden Kilowattstunden. Einbußen dagegen mußten die Windmüller an Land hinnehmen. Ihr Anteil am Strommix ging 2016 zwar leicht zurück, bleibt mit einem Anteil von fast 35 Prozent jedoch die klare Nummer eins unter den Erneuerbaren.

„Auch die Photovoltaik hatte im Jahresverlauf ein wenig zu kämpfen“, so schreiben die Experten des Portals, „Anstiege verzeichneten hingegen die Energieträger Wasser und Biomasse.“

Wichtiger als diese Erfolgsmeldungen sind jedoch Zuwachsraten bei Wärme, Verkehr, Landwirtschaft. Das bestätigt auch Frithjof Staiß aus dem Vorstand des ZSW: „Die aktuellen Zahlen zeigen, dass sich die Energiewende im Bereich der nachhaltigen Stromerzeugung nach wie vor auf einem guten Weg befindet“, ziteirt ihn das Portal.

In anderen Bereichen bestehe jedoch dringender Handlungsbedarf. So sei der Verbrauch fossiler Energieträger insbesondere für den Verkehr weiterhin zu hoch – und damit einhergehend auch der Ausstoß von Treibhausgasen. „Für das Erreichen der Klimaschutzziele und eine erfolgreiche Transformation des gesamten Energiesystems müssen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft deshalb mehr Entschlossenheit an den Tag legen“, sagt Staiß.


red

 

 

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