
400.000 Stromer fahren weltweit: Eine neue Analyse des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) schätzt den weltweiten Verkehr mit Elektroautos. Demnach hat sich der Bestand im Vorjahr verdoppelt. Wermutstropfen in dieser stolzen Bilanz: Das Wachstum findet in den Leitmärkten USA, Japan und China statt. Deutschland bleibt da - leider noch - außen vor.
Hinter Frankreich, Holland und Norwegen landet die Bundesrepublik nach Angaben des ZSW derzeit nur auf Rang 7 der E-Mobilitäts-Bestenliste. Die meisten E-Mobile bauen die Amerikaner und Japaner, Batterien die Chinesen.
Nissan, General Motors und Toyota haben bei E-Cars die Nase vorn
„Marktanreizprogramme haben in den Leitmärkten einen Run auf E-Autos erzeugt“, kommentiert das ZSW das Hinterherfahren der deutschen Autohersteller. Profiteure dieses Wettlaufs seien derzeit „die Vorreiter Nissan, General Motors und Toyota“. ZSW-Vorstand Werner Tillmetz sieht dennoch weiter Chancen für die deutschen Hersteller: „Die Batterieforschung wurde deutlich ausgebaut und die Automobilhersteller entwickeln fortschrittliche Elektroantriebe auf Hochtouren“, zitiert eine Pressemeldung aus seinem Hause. Tillmetz: „Um aber einen Leitmarkt hierzulande mit einer durchgängigen Wertschöpfungskette inklusive der Schlüsselkomponente Batterie zu etablieren, bedarf es weiterer enormer Anstrengungen. Sonst verlieren wir den Anschluss an den globalen Wettbewerb.“
Noch liegen sie auf niederem Niveau, aber die Zahlen der E-Mobilität könnten sich nach Angaben dees Instituts durchaus sehen lassen: Die Zahl der angemeldeten Elektrofahrzeuge habe sich, so das ZSW, in den letzten drei Jahren um jährlich gut 100 Prozent erhöht.
Batterie bestimmt Kosten, Reichweite und Sicherheit der E-Autos
Anfang 2012 fuhren demnach weltweit knapp 100.000 Elektroautos. „Zu Beginn dieses Jahres waren es bereits 405.000“ - ohne Krafträder, LKW und Busse sowie die inzwischen mehr als sechs Millionen Full-Hybridfahrzeuge, zählt das Institut.
Ihren Vorsprung dokumentieren asiatische Hersteller bei der Schlüsseltechnologie der Stromer: Der Energiespeicher bestimme, so das ZSW „Kosten, Reichweite und Sicherheit der Fahrzeuge“. „Wenn Deutschland den hohen Anteil der Batterien an der Wertschöpfung sichern möchte, braucht es einen koordinierten strategischen Ansatz zur Etablierung einer deutschen Produktion", fordert daher der Leiter des ZSW-Geschäftsbereichs Elektrochemische Energietechnologien.
pit
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