Bergregionen erwärmen schneller

Foto: Wikimedia CC/Bruno Mayer

In Gebirgen erwärmt sich die Erde deutlich schneller und intensiver als in tiefer gelegenen Gebieten. Eine solche Erderwärmung in Bergregionen ist zudem noch mit größeren Schwankungen der Wasservorräte und Verlusten der Artenvielfalt verbunden.

Zu diesen Ergebnissen kommen Wissenschaftler des zum Nationalen Forschungsrat CNR gehörenden Istituto di Scienze dell' Atmosfera in ihrer aktuellen Studie zum Klimawandel.

Das Forschungsprojekt Mountain Research Initiative diente als Grundlage für die Studie, die Wissenschaftler aus Großbritannien, Kanada, Ecuador, Pakistan, China, Italien, Österreich, Kasachstan, der Schweiz und den USA gemeinsam durchführten.

 

Schwindelnde Höhen erschweren Datenerfassung

 

Die geläufigen Klimamodelle berücksichtigen die Besonderheiten der Bergregionen zu wenig. Grund dafür sind die wenigen Daten, die es für Regionen in großer Höhe gibt. Während es im Flachland viele Wetterstationen gibt, sind es über 4.000 Meter nur noch wenige.

"Studien über die Erwärmung der Bergregionen sind ziemlich kompliziert, da es an den Standorten in mehr als 4.500 Metern Höhe kaum Messstationen gibt", erklärt Projektleiterin Elisa Palazzi. Als erschwerend erweisen sich auch die Inhomogenität der Landschaften und Mikroklimata.

 

Datensammlung für Langzeitprognose nötig

 

Aufgrund der momentan meist nur gering vorhandenen Datenmenge, welche zum Teil nicht älter als zehn Jahre ist, wird eine Langzeitprognose schwierig. So beim Kilimandscharo, hier sind die gesammelten Daten nicht älter als zehn Jahre.

Die Wissenschaftler sind sich jedoch aufgrund der vorliegenden Messdaten einig, dass die Erderwärmung in Gebirgen schneller und stärker voran geht als in ebenen Regionen.

Eine größere Datenmenge, vor allem aus dem Hochgebirge, unterstützt durch Monitoringnetze und Satellitenaufnahmen, sei nötig, um zuverlässigere Vorhersagen über die Klimaentwicklung zu treffen und sich auf mögliche Gegenmaßnahmen einzustellen. cdc

 

 

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