
Wieder die Dänen: Die Nachbarn im Norden verbesserten ihren Windenergie-Weltrekord 2015 erneut. Sie produzierten im Vorjahr 42,1 Prozent ihres gesamten Energieverbrauchs mit Rotoren in Windfarmen.
2014 lag der Wert noch unter 40 Prozent, berichtet jetzt das Environmental News Network (ENN) über die gerade publizierten Daten der dänischen Energiebilanz des Netzbetreibers Energinet. Demnach surrten die Windmühlen über Dänemark „an 1460 der 8760 Stunden des Jahres“, so zitiert ENN Carsten Vittrup von Energinet.
Ökostrom-Handel: Windkraft im Tausch gegen Wasser- und Solarpower
Vittrup hob dabei auf die besondere Lage Dänemarks ab. Es sei nicht unüblich, dass im westlichen Landesteil mehr Windpower erzeugt werde als das Land verbrauche. Er freute sich jedoch, dass er 2015 manchmal 16 Prozent mehr Erzeugung als Verbauch registrieren konnte.
Davon profitierten Norwegen, Schweden und auch Deutschland. Dorthin exportierten die Dänen ihren überschüssigen Windstrom. Im Gegenzug kauften sie in Norwegen Strom aus Wasserkraftwerken und in Deutschland Solarstrom ein.
Noch braucht Dänemark dennoch zusätzlichen Strom aus Kohlemeilern oder Biomasse-Anlagen. Das Ziel, 2020 die Hälfte der Enegie mit Windkraft zu decken, sehen die Dänen jedoch als erreichbar. 2030 sollen 90 Prozent der Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen gedeckt sein.
pit
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