
Das weltweite Verbot von FCKW, das am 1. Januar 1989 in Kraft trat, zahlt sich aus: Das Ozonloch über der Antarktis wird kleiner. Alles deutet darauf hin, dass sich das Ozonloch schließen wird.
Wie Ozon-Messungen von Meteorologen des Alfred-Wegener-Institutes, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) belegen, sind die Ozonwerte innerhalb des Ozonlochs im Jahr 2012 zum wiederholten Male deutlich über den Rekordwerten aus dem Zeitraum 2000 bis 2009 geblieben. 2012 betrug die Ausbreitung des Ozonlochs über der deutschen Antarktis-Forschungsstation um die 18 Millionen Quadratkilometer. Das ist zwar immer noch rund 50 Mal so groß wie die Bundesrepublik Deutschland, aber eine enorme Verbesserung zu den Werten voriger Jahre. So war es im zum Beispiel im Jahr 2006 eine Rekordfläche von rund 27 Millionen Quadratkilometer.
„Anzeichen für einen Heilungsprozess gibt es schon seit drei, vier Jahren. Nachdem aber im Jahr 2002 auf Grundlage hoher Messwerte voreilig das Ende des Ozonlochs vorhergesagt wurde, welches dann nicht eintrat, wollten wir diesmal mit unseren Schlussfolgerungen etwas zurückhaltender sein. Die Daten aus dem vergangenen Jahr aber haben uns nun vollends überzeugt. Das Ozonloch schließt sich“, so Gert König-Langlo, Leiter des Meteorologischen Observatoriums an der Neumayer-Station III.
Seit 27 Jahren steigen wöchentlich Heliumballone in 35 Kilometer Höhe

Seine Analyse fußt auf Ballonmessungen, die deutsche Forscher seit 27 Jahren wöchentlich in der Antarktis durchführen. Es handelt sich dabei um die längste Ozon- Messreihe dieser Art an einer Forschungsstation unterhalb des Ozonlochs. „Kurz nach der Entdeckung des Ozonlochs durch britische Wissenschaftler Anfang der Achtziger Jahre, haben damals ostdeutsche Wissenschaftler an der DDR-Antarktis-Forschungsstation ‚Georg Forster’ damit begonnen, die Ozonwerte mit Ballonsonden zu messen. Nach der Wiedervereinigung hat das Alfred-Wegener-Institut diese Daten übernommen. Die Messungen haben wir ebenfalls fortgesetzt“, erklärt Gert König-Langlo.
Einmal pro Woche lassen die Forscher einen Heliumballon mit einer Messsonde in eine Höhe von rund 35 Kilometer steigen. Die Sonde funkt während ihres Aufstieges die Messwerte an die Station, wo sie erfasst, ausgewertet und in globale Wissenschaftsnetzwerke wie das Network for the Detection of Atmospheric Composition Change (NDACC) eingespeist werden.
Vor zehn Jahren wünschte sich der Observatoriumsleiter König-Langlo in einem Interview, dass er noch vor seinem Ruhestand „anstelle der stetig schlechten Nachrichten in Sachen Ozonloch über der Antarktis, auch mal von dessen Heilung“ berichten könne. Sein Wunsch ging also in Erfüllung. „Es zahlt sich eben aus, dass wir seit Jahren auf FCKW verzichten und unsere Atmosphäre nicht mehr als Mülleimer benutzen“, folgert er zufrieden.
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