Das Who-is-who der Solargeräte

Foto: pixabay.com © lenulenac (CC0 Public Domain)

Auf den Dächern fing alles an: Wurden diese mit Photovoltaikanlagen ausgestattet, konnte Solarenergie gewonnen und eingespeist werden. Doch die gigantischen blauen Zellen gibt es längst nicht mehr nur auf dem Dach – mittlerweile sind einige Geräte fast schon so klein, dass sie in eine Hosentasche passen.

Die größten und die kleinsten Geräte sollen nun vorgestellt werden.

 

Die kleinsten Solargeräte

 

Vielleicht gehen sie nicht gerade in eine Hosentasche (wo sie ohnehin keinen Wert haben), wohl aber lassen sie sich prima an der Außenseite des Rucksacks befestigen und verwenden. Die Rede ist von Solar-Ladegeräten, die als solarbetriebener Akku für Smartphones und Tablets verwendet werden können. Grundsätzlich gibt es diese Miniatur-Solargeräte mit zwei unterschiedlichen Speichersystemen: Die einen nehmen die Energie der Sonne auf und wandeln diese sofort um in Ladeenergie für das entsprechende Gerät. Gespeichert wird dabei nichts. Alternativ kann bei anderen, etwas größeren Geräten die durch Sonneneinstrahlung gewonnene Energie gespeichert werden.

Wofür diese kleinen Solargeräte nützlich sein können? Für jeden Outdoor-Einsatz. Ob bei einer Wandertour, einem längeren Camping-Urlaub oder einer Mountainbike-Tour – immer wenn der Smartphone-Nutzer sich über einen längeren Zeitraum von der regelmäßig benötigten Stromzufuhr entfernt, können portable Solargeräte eine gute Alternative sein.

Verbrauchertipp: Das Solarmodul muss eine entsprechende Größe haben, um das Endgerät auch mit ausreichend Strom versorgen zu können. Auf längeren Outdoor-Touren empfehlen sich die Geräte, die zuhause am Stromnetz geladen werden können und unter Sonneneinstrahlung immer wieder das abgezapfte Kontingent aufladen können. Auch ein solarbetriebenes Camping-Radio ist in diesem Zusammenhang eine gute Anschaffung für Camping-Freunde.

 

Solar im Garten und in der Landwirtschaft

 

Wer mit Blick auf die Überschrift nun an klassische Solarleuchten im Garten denkt, der kennt die wohl bekannteste Form der solarbetriebenen Gartendekoration. Doch mittlerweile hat sich das Angebot enorm vergrößert. Heute kann beispielsweise eine solarbetriebene Bachlaufpumpe (alternativ auch Springbrunnen- und Teichpumpen) eingesetzt werden, anstatt einer herkömmlichen Stromzufuhr.

Auch gibt es solarbetriebe Schädlingsvertreiber am Markt, die – aufgeladen durch Sonnenenergie – einen Ton absondern, der etwaige Gartenfeinde im Nu vertreiben kann. Und wenn die Nutzung von Solarenergie im Garten ohnehin schon forciert wird (es gibt mittlerweile auch nachhaltige Gartenhäuser), ist auch der Nutzen für den Landwirt gegeben. Dieser kann seinen elektrischen Weidezaun durch ein Photovoltaik-Paneel mit Strom versorgen.

 

Der Klassiker: die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach

 

Nach wie vor sind Photovoltaik-Paneele auf dem Dach noch der häufigste Verwendungszweck der Photovoltaik-Technik. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat in einer Marktanalyse Ende 2014 diese Zahlen bekannt gegeben: Im Jahr 2014 wurden 1.400 neue Dachanlagen installiert. Zusammen mit den 500 neuen Freiflächen wurde eine Gesamtleistung von 1.900 Megawatt installiert. Doch die Statistik zeigt auch eine rückläufige Tendenz:

 

- Im Jahr 2013 wurden 1.600 Dachanlagen und 855 Freiflächenanlagen installiert.

- Im Jahr 2012 wurden 3.706 Dachanlagen und 2.931 Freiflächenanlagen installiert.

- Im Jahr 2011 wurden 5.523 Dachanlagen und 2.341 Freiflächenanlagen installiert.

- Im Jahr 2010 wurden 5.943 Dachanlagen und 1.589 Freiflächenanlagen installiert.

 

Das heißt auch, dass der Höhenflug der Solaranlagen nun ausgebremst zu sein scheint. Das Interesse sinkt, eine neue Photovoltaik-Anlage installieren zu lassen. Viele Verbraucher scheuen die großen Investitionen aus diesen Gründen:

 

1. Viele fürchten, dass sich aufgrund der sinkenden Einspeisevergütung die Investition nicht mehr rechnen würde, doch das ist falsch. Die Investition kann sich binnen zehn Jahren durchaus schon rechnen..

2. Viele Privatpersonen scheuen die bürokratischen Hürden, die auch mit dem privaten Betrieb einer Photovoltaikanlagen verbunden sind, wenn der Strom eingespeist wird. Dazu zählen Umsatzsteuermeldungen, etc.

3. Die technischen Entwicklungen im Bereich der Solarstrom-Speicheroptionen (neben Akkus und Batterien) lassen aktuell noch auf sich warten. Das führt auch bei vielen Verbrauchern zu einer vorsichtigen Zurückhaltung beim Neubau von Anlagen.

4. Verbraucher scheuen immer häufiger Investitionen, bei denen sie auf die Fachexpertise anderer angewiesen sind. Negativschlagzeilen von falsch installierten Anlagen schüren an dieser Stelle die Angst.

Dagegen stehen selbstverständlich Argumente wie etwa die Unerschöpflichkeit der Energiequelle Sonne, die Kostenstabilität bei selbst erzeugter Energie, die langen Garantiezeiten auf die installierten Solarpaneele und die Tatsache, dass die Photovoltaik-Anlage weder Lärm noch Emissionen erzeugt. Weitere Informationen zu Erneuerbaren Technologien wie Photovoltaik und anderen gibt es im Informationsportal Erneuerbare Energien.

 

Klaus Faller

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