
Die Qualität unserer Luft lässt immer noch zu wünschen übrig. Laut Messdaten von Ländern und Umweltbundesamt (UBA) ist die Belastung durch Stickstoffdioxid unverändert hoch. Auch der Feinstaub überschreitet an vielen Orten seine Grenzwerte.
Die Europäische Kommission rief 2013 als das Jahr der Luft aus. Die EU will darauf aufmerksam machen, dass die menschliche Gesundheit und unsere Ökosysteme nach wie vor durch die mangelhafte Luftqualität nicht ausreichend geschützt sind.
„Erfolgreiche Luftreinhaltung darf sich nicht länger auf Industrie und Verkehr beschränken. Nachdem in diesen Bereichen viele Minderungsmaßnahmen gegriffen haben oder zu greifen beginnen, tragen mittlerweile Emissionen aus Kleinfeuerungsanlagen wesentlich zur Luftbelastung bei. Auch die Intensivviehhaltung erhöht aufgrund der wachsenden Ammoniak-Freisetzung großräumig die Feinstaubwerte, was sich auch in den Ballungsräumen bemerkbar macht“, so UBA-Präsident Flasbarth.
Grenzwerte an Verkehrsknotenpunkten schädlich für Gesundheit
Die Länder erfassen die Luftqualität derzeit bundesweit an 643 Messstationen. Die Auswertung der Messdaten für 2012 ergaben: Beim Stickstoffdioxid blieb die Belastung gegenüber den Vorjahren unverändert hoch. Die mittleren Konzentrationen von Feinstaub lagen im Jahr 2012 in Deutschland auf dem Niveau des Jahres 2008 und damit deutlich unter dem der vorangegangenen drei Jahre. Vor allem in Städten und Ballungsräumen werden in direkter Nähe zu Straßen die Grenzwerte für Feinstaub und Stickstoffdioxid noch zu häufig überschritten.
Feinstaub und Stickstoffdioxid entstehen aus Autoabgasen aber auch bei Verbrennungsprozessen in Industrie und Haushalten, vor allem bei der Energie- und Wärmeerzeugung. Die zunehmende Zahl von Kaminöfen trägt mittlerweile nachweislich zur Feinstaubbelastung während der Wintermonate bei. An verkehrsnahen Messstationen kam es zu Überschreitungen des Tagesmittelwertes.
Handlungsbedarf besteht also vor allem dort, wo die Atemluft vieler Menschen mit Feinstaub und Stickstoffdioxid belastet ist: in den Städten und Ballungsräumen. Die Verkehrsemissionen lassen sich durch Umweltzonen reduzieren. Werden sie mit wenigen Ausnahmeregeln und konsequent mit Stufe 3 umgesetzt, die nur eine Einfahrt mit grüner Plakette erlaubt, wirken sie sich nachweislich positiv auf die Luftqualität aus.
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