„Deutschland wird Energiewende-Ziele verfehlen“

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Keine gute Nachricht: Deutschland schafft seine Energiewende-Ziele nicht. Dieses Ernüchternde Fazit ziehen der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) sowie der Bundesverband Windenergie (BWE): „Der Anteil von 18 Prozent Erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch wird unter den aktuellen Bedingungen nicht erreicht werden.“

„Ohne deutliche Verbesserungen schaffen wir lediglich etwa 17 Prozent“, betont jetzt Hermann Falk vom BEE. Dabei habe die Bundesregierung selbst nach der AKW-Katastrophe von Fukushima die Energiewende mit einem starken Ausbau der Erneuerbaren Energien gewollt. „Nun sind es die politisch restriktiven Ausbaupfade, die die Energiewende-Dynamik kappen“, kritisiert der Geschäftsführer des Bundesverband Erneuerbare Energie.

 

Verbandskritik: Energiewende stockt bei Wärme und im Verkehr

 

Falk stützt seine Argumente auf eine vom BEE gemeinsam mit dem BWE in Auftrag gegebenen Kurzexpertise. Deren Berechnungen ergäben darüber hinaus, dass bis 2020 „eine Klimaschutzlücke von 50 Millionen Tonnen CO2 bleibt“ - selbst dann, „wenn alle im Dezember 2014 beschlossenen Effizienzziele umgesetzt würden“, zitieren die Verbandschefs aus dem Gutachten.

„Die mit dem EEG 2014 eingezogenen Ausbaukorridore drohen in Zusammenhang mit dem Systemwechsel hin zu Ausschreibungen den Ausbau der preiswerten Erneuerbaren Energien deutlich abzubremsen.“ Die Lobbyisten der Energiewende halten die Korridore für „nicht geeignet, um in Deutschland die 2020-Ziele zu erreichen“.

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„Nach dem erfolgreichen Zubau insbesondere bei der Windenergie in 2014 und 2015 droht ein deutlicher Einbruch, der sich nicht nur im Strommarkt sondern auch bei Wärme und Mobilität negativ auswirken wird“, argumentiert Hermann Albers als Präsident des BWE.

Die Energiewende stocke, so die Verbände, jedoch im Wärme und Verkehrssektor. „Im Stromsektor wurde der Ausbau der Solar- und Bioenergie deutlich ausgebremst. Die Energiewende funktioniert aktuell nur noch bei der Windenergie und auch dort sind bereits Einschnitte geplant“, kritisieren die Verbände in einer Pressemeldung.

 

Energiewende muss auch im Wärmesektor und beim Verkehr greifen

 

Falk und Albers appellieren an die Politik, die Energiewende konsequent weiter zu führen und sie endlich auch in den Bereichen Wärme und Mobilität stattfinden zu lassen. Falk: „Selbst hohe Anteile von Ökostrom reichen nicht aus, um die Versäumnisse bei Wärme und Mobilität zu kompensieren“. Umso mehr, da nun verstärkt die Maßnahmen aus dem im Dezember beschlossenen Paket verwässert würden. „So wurde in diesem Frühjahr bereits die Förderung der energetischen Gebäudesanierung wieder abgeblasen“, betonen die Funktionäre der Erneuerbaren-Verbände: „In welcher Höhe der Braunkohlesektor zu Treibhausgaseinsparungen beiträgt, ist angesichts des derzeitigen zähen Ringens um den Klimabeitrag noch völlig offen.“


red

 

 

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