Dicke Luft mit dem Handy sichtbar machen

Foto: Flickr CC/Kevin Dooley

Smartphone als Luft-Messgerät: Ein Sensor soll Stickstoffdioxid (NO2) nicht nur zuverlässig erkennen, sondern bald auch in Handys eingebaut werden können. Damit können dann Handynutzer selbst die Luftqualität erkennen und sich notfalls vor zu viel Schadstoffen schützen.

Das wäre ein wichtiger Schritt, um Menschen ein Tool in die Hand zu geben, mit dem sie sich vor den negativen Folgen von Luftverschmutzung schützen können, ordnet die Presseagentur Pressetext die Erfindung ein. Sie schreibt: „Der Sensor wurde von einem Team rund um Projektleiter Kourosh Kalantar-Zadeh von der australischen RMIT University in Zusammenarbeit mit der Chinese Academy of Sciences entwickelt.

 

Smartphone erkennt Smog und warnt vor Gesundheits-Gefahr

 

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben rund sieben Millionen Menschen auf der Erde jährlich an den Folgen starker Luftverschmutzung. Stickstoffdioxid ist eines der wichtigsten Gase, das bei der Entstehung von Smog beteiligt ist. „Ein Mangel an öffentlichem Zugang zu effektiven Überwachungstools ist ein großes Hindernis dabei, die schädlichen Effekte dieses Gases zu umgehen - aber die derzeitigen Sensorsysteme sind entweder sehr teuer oder haben große Probleme, das Gas von anderen zu unterscheiden“, zitiert die Agentur Kalantar-Zadeh.

Für die Herstellung der Sensoren wandelten er und sein Team Zinndisulfid in Flocken, die nur wenige Atome dick sind. Die große Oberfläche der Flocken zieht Stickstoffdioxidmoleküle an - durch die sehr selektive Absorption dieser Gaspartikel ist die Messung viel genauer als andere am Markt befindliche Sensorsysteme.

„Die revolutionäre Methode, die wir entwickelt haben, ist ein großartiger Anfang, um einen günstigen und personalisierten Handheld-Stickstoffdioxid-Sensor zu kreieren, der sogar in Smartphones eingebaut werden kann“, freut sich der Wissenschaftler. „Das würde nicht nur die Lebensqualität von Millionen Menschen verbessern, es würde auch dabei helfen, Krankheiten, die durch eine Stickstoffdioxid-Vergiftung entstehen und vielleicht sogar den Tod abzuwenden.“


red

 

 

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