
Dicke Kratzer im Lack der Eleketroautos: Sie sind keine Umweltengel und Klimaschützer, sagen jetzt Wissenschaftler der australischen Murdoch University . Deren Studien entlarven die "versteckten" Gefahren der E-Mobility.
Es beginne bei den Batterien, die den Strom für den Elektroantrieb liefern. Für das Kobalt, das für den Bau der Akkus benötigt wird, schufteten oft Kinder, zitiert die Agentur Pressetext den Umweltexperten Martin Brueckner. Beim Nickelabbau, ebenfalls Bestandteil von Batterien, würden zudem gefährliche Materialien wie Natriumsulfid eingesetzt.
Elektroautos produzieren mehr Feinstaub als Verbrennungsmotoren
Auch das Lithium der Batterien selbst sei problematisch. Beim Abbau werde die Umwelt geschädigt und es gebe Konflikte um die Landnutzung etwa in Tibet oder Bolivien.
Zudem seien die Elemente, die für die Batterieherstellung benötigt werden, nicht in beliebigen Mengen verfügbar. Eine Recycling-Technik für Batterien, die diese Rohstoff-Verknappung verzögern könnte, sei nicht ausgereift, zitiert die Agentur aus den Studien. Daher sei es laut Brueckner unmöglich, mit heutiger Batterietechnik den gesamten Weltverkehr zu elektrifizieren.
Auch die Luft verpesten Elektroautos: Sie "produzierten zwar keine Abgase", so die Agentur im Pressetext zu den australischen Studien. Aber: "Beim Feinstaub, der neben Stickoxiden in Deutschland eine Diskussion über Fahrverbote in Innenstädten ausgelöst hat, schneiden Elektroautos jedoch schlechter ab als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor." Der Grund: Sie seien wegen der Batterien meist schwerer als konventionelle Autos. Deswegen sei der Reifenabrieb größer.
Außerdem gäbe es nur wenige Länder - wie Norwegen, Schweden oder die Schweiz - die Strom nahezu ohne Emissionen produzieren. Dort gibt es genug Wasserkraftwerke. "Elektroautos verursachen also woanders Emissionen", zieht Pressetext ein ernüchterndes Fazit.
Brueckner zufolge lösten Elektroautos die normalen Probleme des Verkehrs nicht. Sie bräuchten die gleichen Straßen und die gleiche übrige Infrastruktur wie konventionelle Fahrzeuge. Außerdem verursachten Autos unabhängig von ihrem Antrieb hohe soziale Kosten. In Australien waren es laut der Studie an der Murdoch University im Jahr 2015 umgerechnet gut 10 Milliarden Euro.
Vor diesem Hintergrund plädiert der Experte laut Peessetext für eine "ganz andere Lösung: Weg vom Individualverkehr mit eigenen Autos". Städte müssten so gestaltet werden, dass sie zumindest im Kern zu Fuß oder per Fahrrad erschlossen werden können.
Beispiel dafür hgibt es schon. Kopenhagen sei in dieser Hinsicht ein Vorbild. Die Innenstadt soll innerhalb der nächsten zehn Jahre komplett für Autos gesperrt sein. Auch die norwegische Hauptstadt Oslo und die chinesische Millionenstadt Chengdu seien auf dem Weg zur autofreien Stadt.
red
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