Energiewende bis 2030 kostet 400 Milliarden Dollar

Foto: Wikimedia CC 2.5/Crux

Die Energiewende kommt voran: Laut einem Bericht des Spiegel könnte in 15 Jahren „Strom großteils aus erneuerbaren Energien stammen“. Das Hamburger Nachrichten-Magazin beruft sich in seinem Text auf die Internationale Energieagentur (IEA).

Entscheidend für diese positive Entwicklung sei es, „den Höhepunkt des Treibhausgasausstoßes in spätestens fünf Jahren zu erreichen“. Allerdings: Bislang haben dem Bericht zufolge überhaupt nur 40 Staaten Ziele zur Abgasminderung formuliert. Versprochen haben sie diese Begrenzungen der Treibhausgase bei der zurückliegenden Klimakonferenz. Bis zum Treffen im Herbst in Paris müssen sie also den ersten Schritt zu einem echten Klimaschutz erst noch nachholen.

 

Energieerzeugung als Schlüssel für gelingenden Klimaschutz

 

Die bislang formulierten Klimaschutz-Ziele reichen nach Meinung der IEA ohnehin nicht. Sie liefen, schreibt der Spiegel „auf eine weltweite Erwärmung von 2,6 Grad bis zum Ende des Jahrhunderts hinaus“.

Würde die Staatengemeinschaft beim Klimagipfel in Paris jedoch festschreiben, „beim Ausstoß von Treibhausgasen bereits 2020 den Höhepunkt zu erreichen, könnten Wind, Sonne und Wasserkraft schon in 15 Jahren weltweit Kohle und Öl als wichtigste Energiequellen bei der Stromerzeugung ablösen“, beschreibt das Magazin ein Szenario der Energieagentur. Besonders im Fokus stehe dabei die Energieerzeugung. Sie „produziere doppelt so viel Treibhausgas wie alle anderen Energieverbraucher zusammen“. Der Spiegel zitiert daher IEA-Chefökonom Fatih Birol mit den Worten: „Jedes Abkommen, das in Paris erzielt wird, muss sich auf den Energiesektor konzentrieren.“

 

2014 zeigt: Die Energiewende ist möglich – trotz Wirtschaftswachstum

 

Dass die Wende möglich sei, zeigten laut dem Energieexperten die Zahlen des Vorjahres: Die weltweiten Emissionen hätten 2014 erstmals nicht zugenommen, obwohl die Weltwirtschaft um drei Prozent gewachsen sei. Immer mehr Unternehmen setzen daher auf die Ausstiegs-Karte aus Kohle und Öl als Brennstoff. Auch der weltweit größte CO2-Emittent China blies 2014 erstmals nicht mehr CO2 in die Luft, laut Greenpeace sank Anfang 2015 die Kohlendioxid-Belastung durch Kraftwerke sogar erstmals.

Diese Wende geht aber nicht ohne Investitionen in Erneuerbare. Dafür kegt die IEA Zhalen vor. „Die Investitionen in erneuerbare Energien bei der Stromgewinnung müssten bis 2030 von 270 Milliarden Dollar auf 400 Milliarden Dollar erhöht werden“, zitiert das Magazin die Agentur.


pit

 

 

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