
Die Energiewende beschäftigt die Heizungsbranche bereits seit einiger Zeit. So muss der Energiebedarf zum Heizen in Neubauten zu einem gewissen Anteil aus erneuerbaren Energien stammen. Bei einer Solarthermie beträgt dieser Mindestanteil 15 Prozent. Auch Bund und Länder schaffen mithilfe von Förderpaketen von der Kreditanstalt für Wiederaufbau und des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrollen Anreize zur Heizungsmodernisierung und Reduzierung umweltschädigender Klimagase bei der Wärmeerzeugung. Doch setzen typische Online-Heizungskunden beim Kesseltausch tatsächlich auf erneuerbare Energien wie Erdwärme oder Sonnenlicht?
Diese Frage hat sich auch der Heizungsbaubetrieb Kesselheld aus Düsseldorf gestellt und in einem Zeitraum von einem Jahr über 5.000 Internetnutzer bundesweit zu ihren Erwartungen und Zielen beim Heizungskauf befragt. Weiterhin gibt die Studie Antworten zum Kundenverhalten: Was ist die beliebteste Heizungsmarke? Wie sind Online Nutzer zum Thema Smart Heating eingestellt?
Potenzial für erneuerbare Energien beim Heizungskauf
92 Prozent der Immobilien der befragten Studienteilnehmer stammen aus der Zeit vor der Einführung der Energieeinsparverordnung im Jahre 2002. Um den aktuellen Anforderungen nach sinkenden Energieverbrauchswerten gerecht zu werden, sind Sanierungsmaßnahmen im Eigenheim nötig. Hier bietet gerade ein Kesseltausch eine effiziente Maßnahme zur Verbesserung der energetischen Gebäudequalität.
Beim Heizungskauf geben dabei 91 Prozent an, mit einer Öl- oder Gasheizung heizen zu wollen. Die aktuell niedrigen Preise für Heizöl verstärken diesen Trend. Lediglich 8 Prozent setzen auf ein alternatives Heizsystem wie eine Wärmepumpe, eine Pelletheizung oder eine Kraft-Wärme-Kopplungsanlage. Die Ergebnisse zeigen: Hier besteht noch großes Potenzial für erneuerbare Energien in deutschen Heizungskellern.
Wie ist die Brennstoffverteilung?
Die Frage, ob eine Solarthermie gewünscht sei, beantworteten rund ein Fünftel der Befragten mit Ja. Laut Kesselheld besteht hier ein Nord-Süd-Gefälle. Während in Baden-Württemberg etwa 30 Prozent der Studienteilnehmer mit Sonnenlicht heizen wollen, sind es im Norden zum Beispiel in Hamburg lediglich 17 Prozent.
Heizungsregelung ist beim Verbraucher noch nicht angekommen
Ob digitale Thermostate oder elektronische Schnittstellen am Heizkessel - für Verbraucher bestehen verschiedene Möglichkeiten, die eigene Heizung mit dem Internet zu verbinden. Energiesparen per Smartphone, effiziente Heizungssteuerung aus der Ferne und intelligente Selbst-Lernalgorithmen sind nur einige Vorteile digitaler Heizungen. Trotz Komfort und Energieverbrauchssenkung entscheiden sich laut Kesselheld lediglich 13 Prozent für eine smarte Heizungssteuerung. 87 Prozent hingegen sind unschlüssig oder wünsche keine internetfähige Heizung. Ein Zeichen dafür, dass Hersteller und Handwerk in diesem Bereich noch mehr Aufklärungsarbeit leisten müssen. Weiterhin sind Sicherheitsvorkehrungen und ausreichender Schutz vor Hackerangriffen sicherzustellen. Gerade diesbezüglich besteht noch viel Skepsis aufseiten der Kunde.
Online Kunden haben keine Markenpräferenz
78 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, keine Markenpräferenz beim Heizungskauf zu haben. Von den 22 Prozent. die eine bestimmte Heizungsmarke präferieren, belegt Viessmann mit 31 Prozent Platz 1. Dahinter liegen Kessel von Vaillant und Buderus mit je 21 Prozent. Produkte von Junkers wählen 12 Prozent und von Wolf 11 Prozent der befragten Nutzer.
Kerstin Bruns

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