
Der 2. Februar gilt seit 1997 als der Tag zum Erhalt und Schutz der Moore
Feuchtgebiete haben eine enorme Bedeutung für Artenvielfalt, Klima und Frischwasser. Über Jahrtausende sind die Moore entstanden. Sie speichern enorme Mengen an Kohlenstoff und Pflanzennährstoffen.
Jahrzehntelange Trockenlegung, landwirtschaftliche Nutzung und Überdüngung führten zur Nährstoff- und Kohlenstoff-Freisetzung. Die daraus resultierende Nährstoffbelastung der Gewässer, der Verlust der Artenvielfalt und der Klimawandel lenkte zum Umdenken mit vermehrten Schutzmaßnahmen für die Moore.
Entstehung und Bedeutung der Moore
Seit ihrer Entstehung über Jahrtausende hinweg speichern Feuchtgebiete große Mengen an Kohlenstoff. Sie binden bis zu 30 Prozent der gesamten Kohlenstoffvorräte aller Böden, obwohl sie nur etwa drei Prozent des weltweiten Festlandes ausmachen. Das entspricht bis zu 60 Prozent des gesamten Kohlendioxidgehaltes der Erdatmosphäre. Zudem binden Moore noch wichtige Pflanzennährstoffe in ihren Torfen. „Moore sind die Nieren unserer Landschaft“, sagt Dr. Dominik Zak vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) in Berlin, „denn sie speichern Wasser und Nährstoffe.“
Nutzung und Schutz: Feuchtgebiete erhalten!
Bereits Anfang des 18. Jahrhunderts begann die Trockenlegung der Moore. Sie galten lange als unproduktives Land und dienten nach dem Entwässern als landwirtschaftliche Nutzflächen. Werden Moore trocken gelegt, sinkt der Wasserspiegel und die sonst sauerstofffreien Böden werden belüftet. Daraufhin kommt es zur Freisetzung der Nährstoffe und Treibhausgase. Um dem entgegenzuwirken stehen heutzutage einige, noch intakte Moorlandschaften unter Schutz. Die Renaturierung bereits trockengelegter Feuchtgebiete gestaltet sich als schwierig und kann Jahrzehnte, ja sogar Jahrhunderte in Anspruch nehmen.
Intakte Moore sind in Deutschland auch durch den hohen Eintrag an Stickstoffen und Pestiziden in Gefahr. „Die Feuchtgebiete Deutschlands sind von der massiven Überdüngung in der Landwirtschaft akut gefährdet“, so Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik vom Bündnis 90/Die Grünen in einer aktuellen Pressemitteilung fordert sie einen deutlich reduzierten Einsatz von konventionellen Düngemitteln und eine entsprechend ambitionierte Verordnung der Bundesregierung. CDC
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