Frühstücken für den Klimaschutz

Frühstück Foto: Wikimedia CC/GNU 1.2/Pemu

Wollen Sie auch einmal schon früh am Tag ein echter Gutmensch sein und helfen, das Klima unserer Erde zu retten? Kein Problem: Fangen Sie einfach schon beim Frühstück damit an!

Laut einer Studie des Freiburger Ökoinstituts konsumiert ein Zwei-Personen-Durchschnittshaushalt in Deutschland jedes Jahr eine halbe Tonne Lebensmittel. Zu deren Herstellung verbrauchen die Produzenten – Bauern, Verarbeiter, Handel - Energie und Rohstoffe. Die Wissenschaftler rechneten in ihre Bilanz alle Schritte mit ein: Kultivierung oder Zucht, Verarbeitung, Transport und Kühlung. Daraus kalkulierten sie den so genannten Kohlendioxid (CO2)-Fußabdruck für die Lebensmittel, die wir auf einen gut gedeckten Frühstückstisch stellen und mit denen wir einen großartigen Atg beginnen. Der Fußabdruck sagt aus, wie groß der Einfluss unserer Nahrung auf den Klimawandel ist. Und Brötchen, Käse, Marmelade oder Wurst schneiden bei dieser Rechnung ziemlich unterschiedlich ab. Also können wir – wenn wir bei der Wahl unserer Lebensmittel auf die CO2-Bilanz achten, deutlich mehr oder aber auch weniger zum Schadstoffausstoß, der das Erdklima aufheizt, beitragen.

 

Marmelade: hui – Butter: pfui

 

Beispiel: Marmelade führt die Positivliste mit nur 1.350 Gramm (g) CO2-Emissionen pro Kilogramm an. Am unteren Ende der Skala rangiert die Butter: sie schlägt mit 23.800 g/kg CO2 ins Kontor.

Ergebnis der Bilanz: Klare Gewinner sind pflanzliche Produkte. „Fruchtgemüse wie Gurken, Tomaten und Paprika stehen in der Saison mit lediglich 500g CO2 pro kg an der Spitze des Vergleichs“, fassen die Autoren ihre studie zusammen. Brötchen kommen auch noch ganz passabel davon: Ihr Hauptbestandteil sind Mehl und Wasser. Fruchtsäfte (1.700g CO2 pro Liter) und das klassische Frühstücksei (1.920g CO2 pro kg) liegen im oberen Mittelfeld der Tabelle.

 

Gesund - aber auch Klima freundlich? Foto: Wikimedia CC/Scott Bauer

Klare Verlierer im Klima-Frühstücks-Wettstreit sind die tierischen Produkte: Käse oder Wurst. Der Grund: Bei der Produktion tierischer Lebensmittel wie Milch und Fleisch entstehen durch Haltung und Viehzucht zahlreiche Emissionen. Was viele wahrscheinlich gar nicht so gern hören mögen: Das Lieblingsgetränk der Deutschen, der Kaffee, schlägt mit 5.450g CO2 pro kg zu Buche. Fazit der Tester: „Er gilt somit ebenfalls als einer der Bilanz-Verlierer.“

 

Morgends schon den ökologischen Fußabdruck verkleinern

 

Die Wissenschaftler sind sich aber einig: „Umweltschutz fängt morgens an.“ Jeder Mensch könne bereits beim Frühstück seinen ökologischen Fußabdruck deutlich reduzieren. Das Öko-Institut kommt zum Schluss, dass ein „gesundheitsbewusster, mediterraner Ernährungsstil“ - wenig Fleisch und mehr Obst und Gemüse - bis zu 15 Prozent Treibhausgas-Emissionen einsparen kann.

 

 

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