Fukushima: Bewohner zurück in verstrahlte Zone

Aufräumarbeit in Fukushima Foto: Wikimedia CC 2.0/IAEA Imagebank

7 Jahre nach dem Atom-GAU in Fukushima: Japans Regierung schickt Bewohner zurück ins Sperrgebiet ums havarierte AKW - aber Greenpeace Japanwarnt vor hoher Strahlengefahr.

Während die ersten Bewohner wieder ihre im März 2011 verlassenen Häuser in den Orten Iitate oder Namie beziehen, warnen die Umweltschützer vor zum Teil "bis zum 100-fachen überhöhten Atomstrahlung". Eine Rückkehr in die verstrahlten Regionen stelle vermutlich noch bis ins kommende Jahrhundert ein hohges Risiko für die Menschen dar.

 

Japans Regierung drängt Menschen zurück in evakuierte Atomzone um Fukushima

 

Die Sperrzone um die 2011 beim Unfall nach einem gewaltigen Tsunami evakuierten Gemeinden hob Japans Regierung schon vor einem Jahr auf. Zuvor wurden große Mengen verstrahlter Böden abgetragen, Häuser oder Bäume abgewaschen. Große Ballen kontaminierter Böden allerdings lagern nun in Plastik gehüllt auf großen Stapeln am Rand von Feldern oder Straßen.

Bislang zögern die Menschen auch noch mit Ihrer Rückkehr. Noch nicht einmal 10 Prozent kehrten in ihre Häuser und auf ihre Bauernhöfe zurück.

Die Skepsis ist laut Greenpeace berechtigt. Nach Einschätzung des Umweltverbands sei das Dekontaminierungsprogramm ineffektiv, berichtet etwa heise.de. Zudem ist die Region stark hügelig und bewaldet. Dort ist ein Abtragen kontaminierter Böden nahezu nicht machbar.

 

UNO fordert Beachtung der Menschenrechte der Bewohner Fukushimas

 

Noch im November 2017 hatte laut Greenpeace die UN-Organisation für Menschenrechte in ihrem Universal Periodic Review (UPR) zu Japan der Regierung Nippons vorgehalten, dass sie mit ihren Zwangsmaßnahmen, die die Menschen zurück nach Itate locken sollen, gegen deren Rechte verstoße. Sie kündigte ihnen nämlich die seit der AKW-Katastrophe geltende (finanzielle) Unterstützung auf. Greenpeace-Energie-Campaigner Kazue Suzuki: "Unsere Messungen vom Herbst legen nahe, dass die Rückkehr die Menschen erkranken lässt." Japan sollte die Hinweise der UN ernst nehmen und die Menschen nicht in die Sperrzone um Fukushima zurückzwingen, so Suzuki.


pit

 

 

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