
Drei Jahre nach dem Fukushima-Unglück: Strahlung zehnfach höher als angenommen! In seinem aktuellen Blog auf der Sonnenseite zieht der TV-Moderator und Umweltaktivist Franz Alt eine ernüchternde Bilanz der Aufräumarbeiten im havarierten AKW: „Tepco hat mitgeteilt, dass die bisherigen Messwerte einiger radioaktiven Stoffe viel zu tief gewesen seien. Die Messmethode sei falsch gewesen.“
Die Liste der Pappen in dem beim Erdbeben am 11. März 2011 und von der nachfolgenden Tsunami-Welle ramponierten Atomkraftwerk wird täglich länger statt kürzer: Kontaminiertes Wasser sickert ins Grundwasser und in den Pazifik, die radioaktive Belastung der Menschen in der Kraftwerksumgebung steigt, immer wieder stocken die Aufräumarbeiten, da die Betreiberfirma Tepco die Lage auf dem Werksgelände nicht in den Griff bekommt.
Die Strahlenbelastung aus dem AKW ist gut doppelt so hoch
Jetzt räumte Tepco ein, dass die bislang benutzte Messmethode, die die Strahlenbelastung angab, falsch gewesen sei. Anfang Februar hatten die AKW-Betreiber den Messwert von Strontium 90 in Wasser aus dem AKW mit „5 Millionen Becquerels pro Liter“ angegeben. Franz Alt berichtet jetzt: „Hochgerechnet auf die gesamte Betastrahlung, könnten es damals 10 Millionen Becquerels pro Liter gewesen sein, korrigiert Tepco.“
Shunichi Tanaka von der japanischen Nuclear Regulation Authority beklagt wich über Tepco: „Es fehlen grundlegende Kenntnisse über die Messung radioaktiver Belastung. Wir müssen Tepco besser instruieren und strenger kontrollieren.“
pit
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