
Rettungsversuch in Fukushima gescheitert: Das Einfrieren des in den Boden sickernden Wassers aus dem havarierten Reaktor im japanischen AKW sollte dessen Vordringen ins Grundwasser verhindern. Jetzt stoppten die Arbeiter auf dem verseuchten Gelände ihre Versuche: „Täglich werden 720.000 Tonnen Wasser kontaminiert“, berichtet jetzt die Internetseite energiezukunft.eu über den verzweifelten Versuch die Katastrophe drei Jahre nach der Explosion des Meilers doch noch irgendwie einzudämmen.
Die Plattform spricht von einem „schwerer Rückschlag“ der Sanierungsarbeiten in Fukushima: „Der Betreiber Tepco hat noch immer massive Probleme, radioaktiv verseuchtes Wasser aufzufangen.“ Tepco räumte ein, dass alle Versuche gescheitert seien, den Zufluss von hoch radioaktivem Wasser in einen Verbindungstunnel zwischen den verunglückten Kernreaktoren zu stoppen, heißt es in dem Bericht.
Dekontamination auf AKW-Gelände läuft auch nicht fehlerfrei
11.000 Tonnen verseuchtes Wasser drohen ins Grundwasser zu sickern. Deshalb war die Idee der japanischen Ingenieure, mit Hilfe eines riesigen Eiswalls aus gefrorenem Boden um die Reaktoren, den Zufluss von Grundwasser auf das gesamte Gelände zu unterbinden: mit einem 1,5 Kilometer langen Wall aus gefrorenem Erdreich. Denn täglich fließen „etwa 400 Tonnen Grundwasser auf die Arbeiter zu, außerdem ist der Boden von Tunneln und Leitungsschächten durchzogen“, so energiezukunft.eu.
Das Problem ist immens. Pro Tag muss der AKW-Betreiber Tepco mindestens 720 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser in riesigen Tanks auf dem Gelände zwischenlagern. Japans Regierung gehe, schreibt das Portal, mittlerweile von „520.000 Tonnen aus“, die auf dem Gelände vor sich hin strahlen.
Inzwischen sind drei Dekontaminierungsanlagen auf dem AKW-Gelände. Die laufen aber angeblich nicht ohne Pannen. energiezukunft.eu: „Zwar wird Cäsium mittlerweile bis zum erlaubten Grenzwert herausgefiltert, Strontium aber nicht. Und Tritium lässt sich gar nicht aus dem Wasser reinigen.“
Japans Ministerpräsident Shinzo Abe verbreitet dennoch weiter Optimismus: „Die Lage ist unter Kontrolle.“
pit
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