
Nachdem Reaktorunglück 2011 musste die Familie Watanabe wie viele andere aus dem verseuchten Gebiet fliehen. Die Ehefrau und Mutter dreier Kinder Hamako Watanabe hat diesen Schicksalsschlag nicht verkraftet. In Folge ihrer Depressionen übergoss sie sich mit Benzin und beging Selbstmord. Die Familie hatte nach dem tragischen Freitod Klage gegen die Betreiberfirma TEPCO eingereicht, weil sie den Reaktorunfall als ursächlich für die Depression und den Selbstmord ansah.
Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, hat jetzt das Gericht für den Fukushima Distrikt der Klage zugestimmt und TEPCO zur Zahlung von umgerechnet rund 360.000 Euro (49m Yen) Schadenersatz verurteilt. Die Familie hatte 91 Millionen Yen gefordert. Das Unternehmen entschuldigte sich in einer ersten Stellungnahme erneut bei den Menschen für das Unglück und versicherte, das Urteil aufrichtig zu prüfen. Ein Sprecher des Unternehmens sagte, es sei noch nicht entschieden, ob man in Berufung gehe.
Es ist übrigens das erste Mal, dass TEPCO zur Zahlung von Schadenersatz für einen Selbstmord im Zusammenhang mit dem Reaktorunfall von 2011 verurteilt wurde.
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