Geheime UBA-Studie: Stickoxid viel gefährlicher

Foto. Pixabay CC/PublicDomain

Neue, starke argumente gegen Autoabgase: Eine Studie des Umweltbundesamtes spricht von bis zu 8000 vorzeitige Todesfälle pro Jahr in Deutschland durch "auch niedrige Stickstoffdioxid-Werte".

Das Papier veröffentlichte jetzt das SWR-Magazin REPORT MAINZ. Die Studie des >I>Umweltbundesamts (UBA) stamme vom Mai 2017. Sie sei aber bislang unter Verschluss gehalten worden, so der Sender.

Nach Angaben des TV-Senders haben Forscher erstmals "flächendeckend für Deutschland untersucht, welche gesundheitlichen Schäden durch Stickstoffdioxid verursacht werden können": Die Wissenschaftler kommen dabei laut SWR zu dem "Ergebnis, dass auch sehr geringe NO2-Konzentrationen, wie in ländlichen Gebieten, gravierende gesundheitliche Folgen haben können – und zwar auch weit unterhalb des gültigen Jahresmittel-Grenzwertes von 40 µg / m³ Luft".

 

Dicke Luft: Bis zu 8.000 vorzeitige Todesfälle in Deutschland

 

Während das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig über die Rechtmäßigkeit von Fahrverboten entscheidet - aber zunächst keine Einigkeit und Entscheidung finden konnte, platzt die Meldung über die Gefährlichkeit der Autoabgase. "Laut der Studie treten vorzeitige Todesfälle bereits ab einer längeren Stick­stoffdioxid-Konzentration von rund 10 µg / m³ Luft auf", beschreibt das TV-Magazin die Gafahr. Die Journalisten machen deutlich, dass dieser Wert wird jedoch in Deutschland selbst in ländlichen Gebieten oft überschritten werde.

6.000 bis 8.000 vorzeitige Todesfälle pro Jahr seien allein auf Herzkreislauferkrankungen zurück zu führen, die durch Stickstoffdioxid ausgelöst wurden, zitiert das Magazin aus der UBA-Studie, die dem Sender nach eigenen Angaben vorliege.

Nach Angaben der Forscher könnten noch weitere tausende vorzeitige Todesfälle hinzukommen, so dwr TV-Bericht, denn in Städten und Ballungräumen sei die Belastung der Luft mit den Schadstoffen aus den Automobilmotoren höher.

"Im Rahmen der Studie wurden zudem drei sogenannte "Modellregionen" untersucht: Berlin, München und Brandenburg. Dort wurde der Zusammenhang zwischen der lokalen Stickstoffdioxid-Konzentration und den dortigen Krankheitsfällen genauer unter die Lupe genommen. Die Wissenschaftler konnten damit belegen, dass in höher belasteten Ballungsgebieten die vorzeitigen Todesfälle noch deutlich höher liegen. Hier kamen die Wissenschaftler zu dem Schluss, dass die gesundheitlichen Schäden durch Stickstoffdioxid in München am größten sind", schreibt der TV-Sender.


pit

 

 

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