
Erdbeben und Atom-GAU in Japan veränderten die Gesellschaft Nippons: Einer aktuellen Umfrage der privaten „Nippon Research Center Ltd.“ zufolge, schweißten die Natur- und Technik-Desaster die Menschen enger zusammen. 1.200 Männer und Frauen zwischen 15 und 79 Jahren aus 47 Provinzen Japans gaben an, dass sie heute viel mehr Zeit im Kreis der engsten Familie verbringen als vor der Fukushima-Havarie.
Drei wesentliche Veränderungen in der japanischen Gesellschaft entdeckten die Meinungsforscher des Nippon Research Center: Die Zeit, die die Menschen in der Familie verbringen, stieg um 17,9 Prozent gegenüber vor dem Erdbeben und Atomunfall. Um 9,4 Prozent stieg die Zahl derer, die sich heute häufiger mit ihren Verwandten treffen und austauschen. Und 8,6 Prozent der Japaner treffen sich häufiger mit den Menschen aus der Nachbarschaft oder der Kommune in der sie leben.
Fast die Hälfte aller Befragten (über 48 Prozent) äußerte zudem ihre Skepsis gegenüber der weiteren Nutzung der Kernkraft als Energiequelle. 65 Prozent dieser Kernkraft-Kritiker betonten, dass sie ernsthaft zweifelten, dass alles getan werde, dass diese Form der Energiegewinnung wirklich sicher sei. Fast 60 Prozent äußerten ihre Furcht, dass sich ein Unfall wie in Fukushima wiederholen könne.

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