
Bundeskanzlerin Angela Merkel weiht neue Stromtrasse für Windenergie ein. Die Nord-Ost-Stromleitung verläuft zwischen Schwerin und Schleswig-Holstein. Vor allem Hamburg soll davon profitieren.
Die 89 Kilometer lange Stromtrasse beginnt im Schweriner Ortsteil Görries und endet im schleswig-holsteinischen Krümmel bei Geesthacht. Die so genannte Windsammelschiene ist sehr wichtig für die Versorgung des Großraums Hamburg. Sie trägt dazu bei, den Windstrom an Nord- und Ostsee besser auszubalancieren, das Netz zu stabilisieren und die Wahrscheinlichkeit von Blackouts verringern.
Am 18. Dezember 2012 nahm Merkel in Anwesenheit des Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering die Nordleitung symbolisch in Betrieb.
"Wer Ja sagt zu den Erneuerbaren Energien, muss auch Ja sagen zum Netzausbau", betonte Merkel.
Zum Gelingen der Energiewende müssen noch tausende Kilometer an neuen Stromleitungen gebaut werden. Merkel hob bei der Inbetriebnahme hervor, die neue Leitung stehe "symbolisch für Vieles, was noch geschafft werden muss in unserem Land".
Insgesamt 93 Millionen Euro kostete die Nord-Ost-Trasse des Netzbetreibers 50Hertz. Boris Schucht, Vorsitzender der Geschäftsführung verwies darauf, dass die neue Nordleitung ein weiterer Mosaikstein zur Umsetzung der Energiewende sei. Sie wird helfen, den im Norden aus Windenergie produzierten Strom dorthin zu leiten, wo er gebraucht wird. Gleichzeitig sei der weitere Ausbau des Übertragungsnetzes notwendig, insbesondere in Nord-Süd-Richtung.
Weiterer Netzausbau ist notwendig für die Energiewende
Erwin Sellering bezeichnete die Energiewende als wichtige nationale Aufgabe: „Um erfolgreich zu sein, müssen wir über die Ländergrenzen hinaus zusammenarbeiten, um unsere Kräfte zu bündeln.“ Hierfür wolle Mecklenburg-Vorpommern in Zukunft noch mehr Strom in andere Bundesländer exportieren.
Die Windräder an der Nordsee- und Ostseeküste spielen bei der Energiewende eine große Rolle. Derzeit werden bereits 200 Megawatt von den Windrädern gefördert. Experten halten 30 000 Megawatt in absehbarer Zeit für einen realistischen Wert. Das wäre mehr als die gesamte Energie, die von deutschen Kernkraftwerken geleistet wird.
In ihrem Netzentwicklungsplan hat das Bundeskabinett einige Punkte beschlossen, die den Ausbau der Stromleitungen voran treiben sollen. Demnach sollen in den kommenden Jahren drei Nord-Süd-Stromtrassen von insgesamt 2.800 Kilometern Länge entstehen, die Windstrom in den Süden sowie in den Westen leiten. Weiterhin ist vorgesehen, 2.900 Kilometer im vorhandenen Höchstspannungsnetz derart zu verbessern, dass sie mit der schwankenden Ökostrom-Einspeisung umgehen können.
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