Klimawandel als Asylgrund abgelehnt

Hütte auf Kiribati Foto: Austral. Dep. of Foreign Affairs

Kein Asyl für Klimaflüchtling: Ioane Teitiota vom Inselarchipel Kiribati im Südpazifik darf nicht in Neuseeland bleiben. Das entschied jetzt Richter John Priestley vom New Zealand’s High Court . Umweltprobleme seien kein international anerkanntes Kriterium für eine Asylgewährung.

Ioane Teitiota und seine Familie hatten im benachbarten Neuseeland Schutz gesucht. Immer häufiger war seine Hütte am Strand von Kiribati vom Ozean überschwemmt worden. Der Brunnen ist vom Salzwasser unbrauchbar, die Bestellung des Ackers kaum noch möglich, da die Flut die Früchte ins Meer schwemmt.

 

100.000 Menschen in Kiribati vom steigenden Meer bedroht

 

Seine Menschenrechte seien bei einer Heimkehr nach Kiribati aber nicht verletzt, entschied Richter Priestley, jetzt laut einem Bericht des Online-Portals der BBC Asia. Er schickte Ioane Teitiota, dessen Arbeitsvisum für Neuseeland erlöschen war, zurück auf die nur Zentimeter über dem Meeresspiegel gelegene Insel Kiribati.

Der 37 Jahre alte Teitiota lebte seit 2007 im Nachbarstaat, hat dort auch weitere Kinder bekommen. Er wollte in Neuseeland bleiben, die Einwanderungsbehörde widersprach dem Antrag. Er zog vor Gericht und begründete seinen Willen mit den immer deutlicher werden Folgen des Klimawandels in seiner Heimat. Dort leben etwa 100.000 Menschen maximal zwei Meter über dem Meer. Die Regierung sieht sich nicht in der Lage, sie ausreichend gegen das Meer zu schützen, da sie gegen den Klimawandel als einem der wesentlichen Auslöser der Gefahr nicht unternehmen könne.


pit

 

 

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