
Die Erholung war nur kurz: Die weltweite Wirtschaftskrise von 2009 ließ den Ausstoß des Klimagases Kohlendioxid nur unmerklich und nur kurz sinken. Mit den ersten Erholungszeichen für die Konjunktur schnellte – nach jüngsten Berechnungen des Washingtoner Worldwatch Institute (WWI) auch der CO2-Anstieg erneut um 5,8 Prozent nach oben.
Mit inzwischen 391.3 Teilen auf eine Million (ppm) ereichte die CO2-Konzentration 2010 den bislang höchsten Wert. Vor Beginn des Industriezeitalters lag der Wert bei lediglich 280 ppm. Mehr als 70 Prozent dieser Emissionen stammen dabei aus der Verbrennung fossiler Energiereserven, betonen die Wissenschaftler des WWI jetzt im aktuellen Vital Signs-Report. Danach verschmutzen allein die Stromproduktion und die Heizungen 41 Prozent aller Klimagase.
„Unglücklicherweise“, sagt WWI-Präsident Robert Engelman, „ist die Wirtschaftskraft noch immer eng an die Verbrennung fossiler Brennstoffe geknüpft.“ Die Verschnaufpause für das Klima, so Engelman, gab es nur um den Preis des wirtschaftlichen Niedergangs. Zum Beweis belegt das WWI, dass die OECD-Staaten 2010 nur 3,4 Prozent mehr CO2 emittierten – die aufstrebenden Schwellenländer dagegen um 7,6 Prozent.
Und obwohl China inzwischen der weltweit größte CO2-Emittent ist, so das Worldwatch Institute, rangiert das Reich der Mitte beim Pro-Kopf-Ausstoß noch immer bloß auf Platz 61 der CO2-Weltrangliste.
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