Mehr Allergien durch den Klimawandel

Traubenkraut löst Allergien aus Foto: wikimedia cc 3.0/ Brunga

Frühlingsanfang und schönes Wetter bescheren vielen Deutschen vor allem eins: Heuschnupfen! Nach Berechnungen von Hautärzten leiden über 35 Prozent der Bevölkerung an einer Allergie, Heuschnupfen ist dabei unumstritten die häufigste. Laut einer aktuellen Studie des Umwelt & Mensch Informationsdienst wird sich die Anzahl der Betroffenen durch die Auswirkungen des Klimawandels abermals erhöhen.

Die genauen Ursachen, warum Einige allergisch auf bestimmte Stoffe reagieren, andere hingegen nicht, sind laut der Studie bisher nur unzureichend bekannt. Fest steht hingegen, dass eine Vielzahl an Faktoren wie die genetische Veranlagung als auch etwaige Umwelteinflüsse, eine Rolle spielen. Wissenschaftler diskutieren vor allem jene Einflüsse die unter dem Begriff „western Lifestyle“ zusammengefasst werden: Luftverschmutzung, falsch verstandene und übertriebene Hygiene sowie eine abnehmende Artenvielfalt führen zu höheren Allergieempfindlichkeiten. Dies ließ sich auch nach der Wende 1990 feststellen, wo innerhalb von wenigen Jahren die Allergierate in Ostdeutschland auf das Niveau von Westdeutschland anstieg.

 

Experimente zeigen Zusammenhang zwischen CO2 und Pollenproduktion

 

Bei Experimenten mit der Pflanze Ambrosia artemisiifolia L. die auch bekannt ist als „Traubenkraut“ oder „Wilder Hanf“ und ein besonders hohes Allergene- Potential besitzt, zeigte sich, wie sich der atmosphärische CO2- Gehalt auf die Pollenproduktion einer Art auswirken kann. So wies Ambrosia, auf einem städtischen Standort mit einem CO2 Gehalt von circa 30 Prozent, eine höhere Wachstumsraten auf, als etwa auf einem ländlichen Standort, wo der CO2- Gehalt bei nur 3 Prozent lag. Auch in Nordamerika beobachteten Forscher eine signifikante Verlängerung der Pollensaison von Ambrosia, die einher ging mit dem verspäteten Einsetzen des ersten Frostes und einer längeren frostfreien Zeit.

Während also die erhöhten Temperaturen zu einem zunehmend früheren Beginn und einer erhöhten Dauer der Pollensaison führen sowie für eine veränderte Pollenverteilung und erhöhte Pollenallergenität sorgen, regt der erhöhte CO2- Gehalt zu einer vermehrten Pollenproduktion an. Insgesamt beeinflussen sich diese Faktoren jedoch auch gegenseitig, mit zunehmenden CO2- Gehalt steigen auch die globalen Temperaturen weiter an.

Der Klimawandel stellt also auch die Allergiker vor schlechte Aussichten. Ein Grund mehr zu handeln! JK

 

 

 

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