
Tränen im Plenum der Weltklimakonferenz: Der philippinische Delegierte Yeb Sano
rührte bei seiner Rede zur Eröffnung der Warschauer-UN-Klimagespräche die Zuhörer im Konferenzzentrum zu Tränen. Aus Solidarität mit den Opfern des Tropensturms Haiyan kündigte Sano einen Hungerstreik an und forderte die Unterhändler zu raschen Beschlüssen gegen den Klimawandel auf.
Der Taifun riss eine 600 Kilometer lange Schneise über die Inseln der Philippinen. Mit Winden von über 300 Kilometer fegte er über das Land, drückte mächtige Wellen des Pazifik an die Küsten.
Das Rote Kreuz spricht vom „absoluten Chaos“ nach dem Sturm.
Mehr Solidarität und Klimaschutz gefordert
„Es ist noch kaum ein Jahr her“, sagte der philippinische Unterhändler Sano unter Tränen, „dass mein Land die Staatengemeinschaft aufgefordert hat, die Augen vor der Realität des dramatischen Klimawandels nicht länger zu verschließen.“ Der vierte schwere Sturm der Klasse 5 in diesem Jahr traf die Philippinos hart: Er forderte wohl über 10.000 Tote!
Ein größeres Destaster könne er sich kaum vorstellen, sagte Sano in Warschau: „Haiyan war ein echter Höllensturm.“
„Reiche und arme Nationen müssen gemeinsam aktiv werden“, forderte Yeb Sano in Warschau. Sie müssen ambitionierte Emissions-Grenzen festlegen und den betroffenen Staaten in einer Situation wie jetzt auf den Philippinen solidarisch beistehen.
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