Nickel hilft bei der Speicherung von Kohlendioxid

Foto: ap/N_N

CO2 Speicher-Problem endlich gelöst: Wissenschaftler an der britischen Newcastle University entdeckten per Zufall eine günstige, schnelle und unkomplizierte Methode um Kohlendioxid aus Rauchgasen abzufangen und sicher zu speichern. Physikerin Lidija Šiller nutzt dafür Nano-Röhrchen aus Nickel.

Eigentlich forschte Šiller, wie Organismen Kalk in ihr Skelett einlagern. „Wir wollten den Ablauf der Carbon-Säurereaktion besser verstehen“, erzählt sie, „dafür suchten wir nach geeigneten Katalysatoren.“ Ihre Testobjekte waren Seeigel. Die wandeln CO2 in Calciumcarbonat, das sie für ihren Knochenbau brauchen. Auf der Oberfläche von Seeigel-Larven fand die Wissenschaftlerin hohe Konzentrationen an Nickel. „Als wir unsere Versuche mit Nickel-Röhrchen als Katalysatoren wiederholten“, sagt sie, „stellten wir fest, dass plötzlich das gesamte Kohlendioxid aus dem Wasser verschwunden war.“

 

Statt Erderwärmung bleibt am Ende nur Gips

 

Noch sind die Test der Forscher aus Newcastle in der Versuchsphase. Ihre Methode aber verspricht, die Speicherung von CO2, das aus Rauchgasen abgeschieden und dann in unterirdische Speicher gepresst werden soll, völlig zu revoluzionieren.

Gaurav Bhaduri, Mitautor der neuen Studie, die jetzt im Wissenschaftsblatt Catalysis Science & Technology erschien und Doktorand an der University's School of Chemical Engineering and Advanced Materials malt die Dimension der Veränderungen aus, wenn es plötzlich etwa 1.000 Mal günstiger werde, das Klimakiller-Gas CO2 aus der Atmosphäre zu holen und in Calciumcarbonat – Gips – zu wandeln: Immerhin produziert die Menschheit derzeit Jahr für Jahr über 33 Milliarden metrische Tonnen CO2. 45 Prozent davon entweichen und verbleiben in der Atmosphäre und sorgen damit für deren allmähliche Erhitzung.

Was Šiller und Bhaduri stattdessen produzieren ist Kalk. Vier Prozent der Erdkruste bestehen daraus. Kalk ist einer der größten Kohlenstoffspeicher des Planeten – auch Perlen oder die Schalen und Skelette con Muscheln oder Eiern…

„Es scheint“, kommentiert Lidija Šiller, ihre Entdeckung, „als hätten wir eines der dringendsten Probleme unserer Zeit gelöst.“

 

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