
Gesündere Luft am Po: Im norditalienischen Tiefland entlang des Flusses Po ist die Luft in den zurückliegenden 20 Jahren merklich besser geworden. Das ergaben Messungen, die jetzt das Istituto di Scienze dell' Atmosfera im Fachblatt Atmosperic Enivironment veröffentlichte – deutliches Zeichen: Der stetige Nebel tritt dort nur noch halb so oft auf.
„Die Po-Ebene zählt europaweit zu den Regionen mit der größten Luftverschmutzung und ist traditionsgemäß durch ihre vor allem in der kalten Jahreszeit auftretenden dichten Nebelfelder bekannt“, beschreibt die Agentur Pressetext die Situation. Im Gebiet um die Stadt Bologna ist die Sicht dann stetig durch die feuchte „Suppe“ verschleiert. Der Grund ist ein schlechter Austausch der Luft in der Region. Über dem Ballungsgebiet liegt meist eine Smogkappe, unter der sich die Schadstoffe aus Heizungen und Verkehrsabgasen regelrecht aufsummieren. Das schlägt vielen Menschen auf die Lungen und belastet ihr Herz.
“Saure Luft“ fast schon wieder normal über dem Po
„Die im Nebel enthaltenen Wassertröpfchen sorgen für eine Absorption und Konzentration der in der Luft enthaltenen Schadstoffe“, zitiert die Agentur Projektleiter Sandro Fuzzi. Die dadurch begünstigte Verbreitung in der Atmosphäre führe zur Bedeckung großer Vegetationsflächen und einer Belastung der menschlichen Atemorgane.
Für die Po-Ebene und die dort lebenden Menschen hat der Klimawandel also auch Gutes: Seit Beginn der 1990er-Jahre registrieren die Wissenschaftler stetig weniger Nebelfelder. Ihre Messergebnisse zeigen bei Ammoniak einen Rückgang von 31 Prozent in der Luft, 44 Prozent sind es bei Stickoxiden und beim Schwefeldioxid sogar 90 Prozent. „Zurückgegangen sind vor allem die säurehaltigen Emissionen, weshalb sich die im Nebel gemessenen PH-Werte inzwischen beinahe im Neutral-Bereich bewegen“, zitiert die Agentur den Wissenschaftler Sandro Fuzzi.
Noch immer aber ist die Luft am Po zu dick: Was sich derzeit am schlimmsten für die Atemluft auswirke, sei die anhaltend hohe Konzentration an kohlenstoffhaltigen Schwebstoffen. In den aus Nebeln entnommenen Wassertropfen sei ein Durchschnittswert von einem Milligramm je Liter festgestellt worden, so Pressetext.
pit
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