
Horror in Fukushima 2.0: Fast 2.000 Menschen starben nach offiziellen Schätzungen in Japan an den Folgen der Evakuierungen nach der Atom-Katastrophe im AKW vom März 2011. Die Spätfolgen der Nuklearkatastrophe bedrohen die Gesundheit genauso wie die Verstrahlung. Die Menschen aus der Region, die ihre Häuser und Ortschaften wegen der Nähe zum havarierten Kernkraftwerk aufgeben mussten, fühlen sich alleingelassen und entwurzelt.
In vielen, durch die Umsiedlungen zerstörten Familien registrieren Ärzte inzwischen steigende Zahlen von Depressionen. Betroffen sind demnach vor allem Ältere. Die Selbstmordrate in der Präfektur stieg in den drei Jahren seit dem GAU im AKW auf 56 registrierte Fälle – eine Zahl die von den Behörden eher als unterer Grenzwert eingestuft werde, schreibt dazu das Magazin The Economist.
Erhöhte Selbstmordraten in Fukushima unter den Evakuierten
Die psychischen Belastungen der Menschen in der Katstrophen-Region seien ein bislang viel zu wenig beachtetes Phänomen, betonen Wissenschaftler Becky Martin von der btitischen University Southampton: „Viele Tausend Überlebende des Strahlungsunfalls entwickelten ein so genanntes Post-Trauma Stress Disorder (PTSD)-Syndrom. Solche Unsicherheiten für das eigene künftige Leben, sagt die Wissenschaftlerin, schwächen die menschliche Konstitution und führen zu frühzeitigem Tod oder auch zum Freitod.
Sie betont, dies sei selbstverständlich kein Argument gegen eine Evakuierung aus verseuchten Gebieten. Sie ist sich aber sicher, dass die betroffenen viel bessere soziale Unterstützung brauchen als dies etwa in Fukushima bislang gegeben sei.
pit
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