Online-Petition für Energiewende

Grafik: Avaaz.org

100.000 Stimmen für die Energiewende: Binnen 24 Stunden will Avaaz.org im Internet Unterschriften für eine Petition an die in Berlin tagenden Minister organisieren. Die sollen „in einer medienwirksamen Märchenaktion direkt beim Gipfeltreffen überreicht werden.

„Als besorgte Bürger fordern wir Sie auf, keine drastischen Kürzungen bei der Ökostrom-Förderung mittels Strompreisbremse durchzuführen“, schreiben die Initiatoren im Text der Petition. Stattdessen wollen sie lieber „nachhaltige Energiereformen unterstützen“.

Der Kampf um den Klimaschutz, so die Verfasser der Petition, hänge am seidenen Faden. Nach der von Umweltminister Peter Altmaier prognostizierten Kostenschätzung, wonach die Energiewende in Deutschland eine Billion Euro verschlingen werde, drohten die geplanten Förderung von Energiesparmaßnahmen und auch die Entwicklung neuer Technologien auf Eis gelegt zu werden. Grund dafür ist vor allem auch der regierungsinterne Streit Altmaiers mit seinem Kollegen Rösler im Wirtschaftsressort. Da beide Minister sich nicht über eine Strategie zur Verknappung der CO2-Emissionsrechte einigen können, drohen leere Kassen und ein Stopp aller einst vereinbarten Maßnahmen.

 

„Strompreisbremse“ ist der falsche Weg zur Energiewende

 

„Die Argumente für seine ,Strompreisbremse’ entsprechen eher einem Märchen als der Realität“, klagt Avaaz den Bundesumweltminister an. „Experten sagen, dass der größte Kostentreiber auf der Stromrechnung nicht die erneuerbaren Energien sind, sondern die eigennützige Preispolitik der Energiekonzerne und die vielen Ausnahmeregelungen für Industriebetriebe“, begründen die Aktivisten ihr Engagement. Sie fordern daher dazu auf, den Politikern symbolisch „Beine zu machen“, indem möglichst viele Bürger ihren Willen kund tun und die Petition unterschreiben.

„Am Donnerstag treffen sich unsere Minister auf dem großen Energiegipfel - dies könnte unsere letzte Chance sein, ihnen zu zeigen, dass Bürger in ganz Deutschland echte Reformen fordern, die unserem Planeten zugute kommen, und nicht den Umweltverschmutzern“, beschreiben die Unterzeichner der Online-Petition ihre Motivation. Umweltminister Peter Altmaier fordern sie wörtlich auf: „Wir bitten Sie, ein langfristiges Konzept für die Energiewende zu erarbeiten und dabei eine faire Preisverteilung zu ermöglichen, bei der Großkonzerne und Stromanbieter ihren gerechten Anteil zahlen. Es ist höchste Zeit, die Zukunft unserer Kinder und der Umwelt über die engstirnigen Interessen großer Umweltverschmutzer und den Wahlkampf zu stellen.“ .

 

Hier geht’s zur Abstimmung:

 

Unterschreiben können Sie die Online-Petition hier

 

 

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