14.11.2018

Paris verbannt Dieselautos aus der Stadt

Foto: Pixabay CC0

Während in Deutschland noch heftig über das Thema Fahrverbote diskutiert wird, macht Paris Nägel mit Köpfen. Ab Sommer 2019 wird der Großraum Paris zu einer emissionsarmen Zone, in der alte Dieselautos verboten sind. Das beschloss die Regionalbehörde am Montag.

 

Der Stadtrat von Metropole du Grand schrieb auf Twitter, dass er dafür gestimmt habe, Dieselfahrzeuge, die vor dem 31. Dezember 2000 zugelassene wurden, aus dem Gebiet innerhalb der Umgehungsstraße A86 zu verbannen. Der äußere Autobahnring A86 umschließt Paris und 79 umliegende Gemeinden, eine Region mit ca. 5,6 Millionen Einwohner.

 

 

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Für das Verbot wird Frankreichs neues Crit’Air Vignettenssystem verwendet, das Alter und Verschmutzungsgrad von Autos mit farbcodierten Aufklebern kennzeichnet. Fahrzeuge mit dem Aufkleber Crit'Air 5 (1997 bis 2000 registrierte Diesel) sowie Fahrzeuge ohne Aufkleber wird die Zufahrt verboten. Der Rat plant, die Vorschriften schrittweise zu verschärfen, um bis 2030 nur noch Elektroautos oder mit Wasserstoff betriebene Fahrzeuge auf den Straßen von Paris zuzulassen. Im Zentrum von Paris sind die alten Diesel bereits seit Juli 2017 verboten.

 

Fünfzehn französische Großstädte einschließlich Lyon , Nizza, Aix-Marseille und Toulouse haben im vergangenen Monat zugestimmt, emissionsarme Zonen bis 2020 zu installieren oder zu verstärken. Die französische Regierung hofft, dass dadurch Sanktionen der Europäischen Union gegen die Nichteinhaltung der europäischen Luftqualitätsnormen verhindert werden.

 

Der Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo geht es aber nicht nur um die Luftverschmutzung durch alte Diesel, sie will den öffentlichen Raum für Fußgänger und Radfahrer zurückzugewinnen – und hat daher auch schon ganze Straßenzüge für Autos sperren lassen. Darüber hinaus soll eine Initiative zur Begrünung der Häuser und Freiflächen die Atmosphäre in der Stadt verbessern und zur Luftreinigung beitragen.


hjo

 

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