
Keiner will den Müll aus Fukushima: Der Bürgermeister des japanischen Städtchens Naraha lehnte Pläne des Gouverneurs der Provinz Fukushima ab, in seiner Gemeinde ein Zwischenlager für hoch verstrahlte Abfälle aus der Atomruine des havarierten AKW zu deponieren.
Nach einer Meldung von globalpost.com erhielt Gouverneur Yuhei Sato jetzt die Absage aus Naraha. Rathauschef Yukiei Matsumoto sagte: „Die Stadt erlaubt kein Zwischenlager auf ihrer Gemarkung.“
Nun muss die Bezirksregierung weiter suchen. Sie will laut globalpost insgesamt drei solcher Deponien für den Müll aus Fukushima bauen und dort den Strahlenschrott bis zu 30 Jahre einlagern – neben Naraha sind die Orte Futaba und Okuma ausgesucht.
Müll strahlt mit 100.000 Bequerel
In den Zwischenlagern sollen Betontrümmer und zerlegte Anlagenteile sowie Asche verbrannten Materials aus den Kraftwerksblöcken aufbewahrt werden. Der Strahlenmüll soll bis zu 100.000 Bequerel pro Kilogramm radioaktive Strahlung abgeben.
Naraha fühlt sich von den Planern der Anlagen getäuscht. Der Bürgermeister hatte Sondierungen für das Lager zugestimmt, er sei laut dem Webportal jedoch davon ausgegangen, dass die Belastung des abfalls weit niedriger als jetzt eingestanden ausfalle.
Ohnehin weiß in Japan noch niemand, wohin der Strahlenmüll nach der 30-jährigen Zwischenlagerzeit dann gebracht werden soll.
pit
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