RWE: Braunkohle-Abbau nicht weiter blockieren

Braunkohle-Tgebau Foto: Wikimedia CC/Haloorange

RWE setzt Anti-Braunkohle-Protestler unter Druck: Laut einem Bericht der Tageszeitung (taz) erhielten jetzt rund 50 Teilnehmer einer Blockadeaktion an der Hambachbahn Mahnschreiben eines Anwalts. Sie sollen auf weitere Proteste gegen den Braunkohle-Tagebau in NRW verzichten.

Der Energie-Riese zeigt seine Muskeln. Bis zu 50.000 Euro drohen Teilnehmern an Protestaktionen, die im Zusammenhang mit dem Braunkohle-Abbau die Betriebsabläufe des Energieunternehmens stören. Im August blockierten rund 200 Aktivisten die Hambachbahn im Rheinischen Braunkohlerevier. Auf der Strecke transportiert RWE laut <taz</I> ausschließlich Braunkohle in Kraftwerke rund um die dortigen Gruben.

Als Antwort auf die Unterlassungserklärungen, die die Protestler gegenüber dem Stromproduzenten abgeben sollen, ruft nun ein Bündnis Braunkohle unten lassen statt Proteste unterlassen zu Unterlassungserklärungen durch den Energiekonzern auf: Er soll sich verpflichten, „die Schädigung von Weltklima, Ökosystemen und menschlichen Lebensgrundlagen zu unterlassen“, zitiert die taz jetzt Christine Langkamp, die zu den InitiatorInnen der Kampagne gehört.

 

Protest-Bewegung hält zivilen Ungehorsam für angebracht

 

Der Tagebau-Protest wird unter anderem getragen von Attac, Urgewald, ausgeCO2hlt, dem Bund deutscher PfadfinderInnen, der Grünen Jugend und dem Dachverband kritischer Aktionärinnen und Aktionäre.

Die Aktion findet immer mehr prominente Unterstützer. global° berichtete über die Solidaritätsadressen. Die taz zitiert den Philosophen Nico Paech mit den Worten: „Der bekannte Ausspruch ’Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht‘ war selten so zutreffend wie hier.“

Die Aktiven im Bündnis sehen allerdings zivilen Ungehorsam als legitimes Mittel an. „Vor dem Hintergrund des drohenden energiepolitischen Rollbacks der GroKo“, zitiert die Zeitung Paul Benjamin von den Initiatoren des Protests, formiere sich das Umweltlager.


pit

 

 

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